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Voller Stolz und Freude überreichte Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt den Spendenscheck. Der Förderverein, dessen Vorsitzender Wiesmaier ist, hatte mit 25 000 Euro die Restaurierungskosten für den Leonhardsaltar übernommen (vorne, v. l.): Hans Wiesmaier, Diakon Christian Pastötter und Landrat Martin Bayerstorfer sowie (hinten, v. l.) die Fördervereinsmitglieder Willi Auer, Kassierin Kathrin Wiesmaier, Ulrike Scharf, Franz Obermaier, Gerhard Hilger und Kirchenpfleger Erwin Daschinger.

Restaurierung der Wallfahrtskirche weitgehend abgeschlossen

„Der Altar gehört jetzt uns“: Förderverein Maria Thalheim steuert 25 000 Euro bei

Die Restaurierungsarbeiten der Rokoko-Seitenaltäre und Kanzel in der Wallfahrtskirche in Maria Thalheim sind abgeschlossen. Der Förderverein hat sich mit 25 000 Euro beteiligt.

VON THOMAS OBERMEIER

Maria Thalheim– Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten der sechs Rokoko-Seitenaltäre und der Kanzel in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Maria Thalheim sind nach gut einem Jahr abgeschlossen. Letzter Schritt: Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Arbeiten, die 236 000 Euro gekostet hatten, von der Firma Preis & Preis aus Regensburg anstandslos mit der selten vergebenen Note 1+ abgenommen. Vor Ort machten sich die Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Wallfahrtskirche persönlich ein Bild von den nun wieder strahlenden Altären und überreichten Diakon Christian Pastötter einen Spendenscheck über 25 000 Euro.

Der Förderverein hatte die Restaurierung des Leonhardsaltars, einer der sechs Altäre, finanziert. „Eigentlich wollten wir die Fertigstellung groß mit der Kirchengemeinde feiern“, bedauerte Bürgermeister und Fördervereinsvorsitzender Hans Wiesmaier die coronabedingten Beschränkungen. Trotzdem will er „einen Rahmen finden, um das Ergebnis vorzustellen“.

Ermöglicht wurde der weitere Restaurierungsabschnitt der Wallfahrtskirche durch rund 95 000 Euro Eigenmittel (kirchlicher Anteil) und Zuschüsse vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (48 000 Euro), der Bayerischen Landesstiftung (23 650), des Bezirks Oberbayern (35 500) und der Bausche Barockstiftung (10 000). Je 11 800 Euro steuerten der Landkreis Erding und die Gemeinde Fraunberg bei.

Insgesamt hat die Kirchenrenovierung – Raumschale, Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel – in den vergangenen zwölf Jahren 1,4 Millionen Euro gekostet, erklärte Diakon Christian Pastötter. Dieser sei Motor und Antreiber der Maßnahme gewesen, dankte Wiesmaier. Gleichzeitig warnte er: „Wir müssen aufpassen, dass unsere Kultur nicht gesichts- und geschichtslos wird. Ich prophezeie einen Kampf für das Kulturgut in der katholischen Kirche, wenn ich derzeit die Austrittszahlen sehe.“ Pastötter sagte: „Es ist Großes passiert im Stillen. Was wir jetzt nicht machen, passiert nimmer.“

Auch jetzt in der Corona- Zeit ist die Wallfahrtskirche ein wichtiger Anlaufpunkt für die Gläubigen. Besonders am Wochenende und an Feiertagen kommen viele auch über den Marienweg.

Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf, Mitglied im Förderverein und in Maria Thalheim daheim, war glücklich: „Mir geht das Herz auf.“ Landrat Martin Bayerstorfer, 2. Vorsitzender des Fördervereins, ist selbst begeisterter Wallfahrer. Er versprach, „nächstes Jahr irgendwie wieder eine Landkreiswallfahrt zu ermöglichen“.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten im Gotteshaus noch nicht. Pastötter stellte die nächsten Maßnahmen vor, etwa die Restaurierung des Prospekts der Orgel (Kostenschätzung: 11 000 Euro) sowie der Metall-Trenngitter zwischen den vorderen und hinteren Sitzreihen (27 000). Aktuell habe der Förderverein noch 22 000 Euro in der Kasse, sagte Schatzmeisterin Kathrin Wiesmaier. Pastötters Wunsch wäre, zeitnah auch den Kirchenturm außen herzurichten. „Die Wetterseite schaut schon länger nicht mehr gut aus“, erklärte der Diakon. Er rechnet dafür mit Kosten von 100 000 bis 150 000 Euro. „Das ist ohne Zuschüsse nicht zu machen.“

Hans Wiesmaier betonte: „Wir haben den Mut, in die Zukunft zu investieren. Deshalb lautet unsere Botschaft: ,Wir brauchen in den nächsten zwei Jahren 5000 Euro, um die Gitter zu machen‘.“

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