Gemeindezentrum Fraunberg

Amphitheater, Rollstuhlrampe, Parkplätze

Fraunberg – Die Pläne für das Gemeindezentrum nehmen Gestalt an. Bürgermeister Hans Wiesmaier ist es wichtig, dass Rathausbesucher direkt davor parken können.

Die Gemeinde Fraunberg hat viel vor: Sie baut ein neues Verwaltungszentrum, auch die Ortsmitte wird aufwendig umgestaltet. Diese teuren Themen diskutierte der Ortsplanungsausschuss in der Sitzung am Dienstag nicht allein. Er hatte dazu auch den Vorstand der so genannten Teilnehmergemeinschaft eingeladen.

Während das Gemeindezentrum schnelle Baufortschritte macht, gibt es noch viele offene Fragen zur Gestaltung des Vorplatzes. Architekt Jakob Oberpriller präsentierte einen Plan, der neben einer großen Freitreppe an der Seite eine lange Rampe für Rollstuhlfahrer aufweist. „Da wir sechs Prozent Steigung nicht überschreiten dürfen, war diese Länge bei einer Höhendifferenz von einem Meter notwendig“, rechtfertigte er sich. Bürgermeister Hans Wiesmaier gefiel das trotzdem nicht. Er bat um eine Alternativplanung.

Die Linde auf der Fläche vor dem Gebäude soll erhalten bleiben und mit Sitzstufen umrandet werden. Auch am kleinen Hang hinauf zur Kirche stellt sich der Planer Sitzreihen vor, „ähnlich einem Amphitheater“. Daneben, so ein Vorschlag aus dem Gremium, soll eine Treppe hinauf zum Friedhof führen.

Der gesamte Vorplatz, der teilweise von einem Vordach mit Glas-Photovoltaik-Platten überdeckt wird, könnte mit großflächigen, hellen Betonplatten ausgelegt sein. „In jedem Fall“, so Wiesmaier, „möchte ich auch Parkplätze auf dieser Fläche. Besucher des Gemeindezentrums, die schnell etwas erledigen wollen, sollen ihr Auto dort kurzzeitig abstellen können“. Friedrich Hampel vom Amt für ländliche Entwicklung gab zu bedenken, „dass die nur für Bankkunden reservierten Parkplätze vor dem Gebäude keinesfalls vom Staat gefördert werden“.

Die Linienführung der Staatsstraße muss verändert werden, damit der Vorplatz größer wird. So soll auch das Ausfahren auf die Straße sicherer werden. Also wird die Straße etwas nach Süden verlegt, die bisherige Linksabbiegespur entfällt. Für diesen Umbau fehlen aber noch das Geld sowie die Genehmigung durch das Straßenbauamt.

„Damit sich Autofahrer, die von Wartenberg kommen, an diese neue Linienführung gewöhnen, wollen wir den geänderten Verlauf in der Kurve mit Kunststoff-Baken markieren“, so Michael Haarländer vom Ingenieurbüro Bulhoes und Partner. „Diese Interimslösung, die quasi die späteren Randsteine simuliert, könnte durchaus praktikabel sein.“

Autofahrer, die aus Richtung Erding kommen, werden dann auch einen etwas weiteren Kurvenradius vorfinden. Denn die Straßenkrümmung wird um etwa eineinhalb Meter nach Osten verlegt.

Ein neuer Gehweg entlang der Straße, ebenfalls 1,5 Meter breit, soll bis zum Alten Pfarrhof führen. Schließlich denkt die Gemeinde über eine neue Parkfläche mit rund 50 Plätzen gegenüber der Kirche nach, samt einer Einfahrt auf die Staatsstraße.

Friedbert Holz

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