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Gefallen nicht jedem: die neuen Leitplanken an der St 2082 zwischen Fraunberg und Reichenkirchen. 

An der Staatsstraße 2082 

Neue Schutzplanken

Sie sollen Autofahrer und Bäume gleichermaßen schützen: Die neuen Schutzplanken entlang der Staatsstraße 2082 zwischen Fraunberg und Reichenkirchen.

FraunbergWer von Fraunberg auf der Staatsstraße 2082 nach Reichenkirchen fährt, passiert in einer lang gezogenen Linkskurve eine Reihe älterer Bäume am Straßenrand. Dies Bäume bekamen jetzt einen besonderen Schutz: Vor ihnen zieht sich auf 1,4 Kilometern Länge ein nagelneuer Metallstrang entlang, so genannte Leit- oder Schutzplanken.

„In Absprache und auf Anregung des Bund Naturschutz werden die Lücken zwischen diesen älteren Bäumen demnächst mit jungen Trieben nachgepflanzt“, erklärt Melanie Jung, Gebietsinspektorin für den Landkreis Erding im Straßenbauamt München. „Nach und nach entsteht so eine dichtere Baumreihe, wobei darauf geachtet wird, dass die Sichtverhältnisse dort erhalten bleiben“.

Immerhin münden hier ein Feldweg und die neue Verbindungsstraße nach Pesenlern in die Staatsstraße ein. Die Kosten für die Leitplanken beziffert Jung auf rund 70 000 Euro. Diese habe man angebracht, um die Autofahrer und die Baumreihe zu schützen. „Es gab ja auch schon Unfälle hier zu verzeichnen“, erinnert Jung. Dass sich auf der weiteren Strecke Richtung Erding, vor allem zwischen Tittenkofen und Langengeisling, ebenfalls Unfallschwerpunkte durch gefährlich stehende Bäume befinden, ist Amt und Polizei bekannt. Jung dazu: „Wir können aber nicht jeden Gefahrenpunkt im Landkreis absichern.“

Keineswegs einverstanden mit dem Vorgehen der übergeordneten Behörde ist Bürgermeister Hans Wiesmaier. „Wir haben keinerlei Informationen erhalten und sind auch nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen worden. Vielleicht hätte es ja eine Alternative zu den nicht gerade schönen Leitplanken gegeben. Was die Kosten angeht, muss ich mich wundern. Wenn die Gemeinde etwas vorschlägt, sind nur selten Mittel dafür da.“

Friedbert Holz

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