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Traudl Fischer: Die 56-Jährige hat das Brauchtum aus ihrer Heimat Augsburg mitgebracht. 

Brauchtum kommt aus Schwaben

Auf Suche nach den Fraunberger Adventsfenstern

Alle zwei Jahre ist es so weit: Ab Sonntag, 1. Dezember, lädt der Gartenbauverein Fraunberg alle Gemeindebürger zu einem Spaziergang durch den Advent ein, um geschmückte Adventsfenster zu suchen. Bis zum 24. Dezember wird täglich ab 18 Uhr ein neues Fenster geöffnet.

Fraunberg – Ist dieses bei dem kalten Winterspaziergang gefunden, gibt’s von den Herbergsleuten zur Belohnung Plätzchen, Lebkuchen, Stollen sowie heißen Glühwein oder Punsch. Auch für die Kinder gibt es Süßes. An jedem Fenster wird ein Spendenschwein aufgestellt, das am Ende geschlachtet wird. Der Erlös geht an einen guten Zweck des Dorfs oder soziale Zwecke, erklärt Vorsitzende Traudl Fischer. Das Brauchtum hat die aus Augsburg stammende 56-Jährige aus dem Schwabenland mitgebracht, als sie vor 25 Jahren nach Fraunberg kam. Im Jahr 2001 hat Fischer, damals bereits Gartlerchefin, den Adventskalender in Fraunberg ins Leben gerufen.

Sofort fand sie begeisterte Fürsprecher, die sich an den 24 Dezembertagen mit einem schön geschmückten Fenster am Kalender beteiligten. Mittlerweile findet der bei den Bürgern sehr beliebte Adventskalender zum zehnten mal im jährlichen Wechsel mit dem Adventsmarkt der Gemeinde statt. An der Ausrichtung beteiligen sich regelmäßig neben den privaten Haushalten aus Fraunberg auch Ridinger und Bachhamer Bürger sowie die Ortsvereine, das Schloss, das Kinderhaus und die Gemeinde.

Gemäß Brauchtum sollte die Dekoration der Fenster besonders an den Namenstagen der Heiligen Barbara, Lucia und Nikolaus sowie an jedem Adventssonntag zu sehen sein, und es sollen Kerzen im Fenster leuchten, erklärt Fischer. Die Gastgeber können selbst entscheiden, ob sie eine Weihnachtsgeschichte oder sogar ein Gedicht passend zum Thema ihres Fensters vortragen wollen. Der Spaziergänger-Treff am Abend an den Fenstern dient als Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Jedes Adventsfenster leuchtet dann bis Anfang Januar.

Sinn der Aktion ist laut Fischer, der Gemeinde einen vorweihnachtlichen Glanz zu verpassen. „Unsere Straßen im ganzen Ort sollen hell beleuchtet und einladend sein“, sagt die Vorsitzende.

Um die Suche zu erleichtern, kann man beim Fraunberger Bäcker, der VR-Bank im Kinderhaus und auf der Homepage der Gemeinde einen Plan mit Namensstraßen für das nächste Fenster finden. Zur Info: Das erste Fenster am Sonntag veranstaltet der Fraunberger Orchesterverein direkt nach seinem Kinderkonzert im Bürgersaal am Gemeindezentrum um 16.30 Uhr. THOMAS OBERMEIER

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