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Das Erfolgsgespann: Harry Eberl sen. mit seinem Eicher, Baujahr 1956.  

Erfolg am Großglockner

Bulldog-Meister Harry Eberl

Oldtimer-Bulldogs sind seine Leidenschaft. Jetzt ist Harry Eberl mit seinem Eicher, Baujahr 1956, sogar zweimal Vize-Weltmeister geworden.

Hinterbaumberg – Im fünften Anlauf hat es Harry Eberl geschafft. Drei Erfolge hat der 65-Jährige bei der internationalen Traktoren-Oldtimer-Weltmeisterschaft in Bruck am Großglockner gefeiert. Zweimal wurde er bei dem Wettbewerb im Salzburger Land Vize-Weltmeister: in der Mannschaftswertung und in der „Einzelwertung Traktor Eicher Baujahr 1948 – 1957“. Den dritten Platz holte Eberl in der Gesamtwertung mit 511 Teilnehmern aus elf Nationen.

Zu diesem Hobby kam Eberl durch Zufall: Sein Sohn schenkte ihm vor fünf Jahren zum Geburtstag die Teilnahme an der Traktoren-Oldtimer-Weltmeisterschaft. Und seitdem schraubt der ehemalige Landwirt mit noch mehr Leidenschaft an seinem Bulldog, jedes Jahr in der Hoffnung, endlich einen Titel zu holen. „Lang hat’s gedauert, und ich hab’ schon viel Zeit und Arbeit in meinen Traktor investiert, da freut’s mich natürlich umso mehr. Und ich bin schon sehr stolz, bei über 514 Teilnehmern so gut abgeschnitten zu haben“, erzählt Eberl. „Naja, a Schwäche für Oldtimer, Technik und Landwirtschaftliche Geräte hab’ ich schon immer gehabt. Aber das ist jetzt richtig zu meiner Leidenschaft geworden“, fügt er lachend hinzu.

Fendt und Eicher: „Des san die Besten“

Zu seinen Lieblingsmarken der Traktoren gehören Fendt und Eicher. „Es gibt zwar noch andere Marken, aber die zwei sind meine absoluten Favoriten. Des san die Besten. Und mit dem Eicher, Baujahr 1956, hab’ ich ja schließlich auch gewonnen“, erzählt er.

Seine Mitstreiter Stephan Tiller, Anton Fleischmann, Max Eckhart und Josef Röckl hat Harry Eberl übrigens bei seinem ersten Wettbewerb vor fünf Jahren kennengelernt. Regelmäßig treffen sich die Freunde zum Austausch und gemeinsamen Basteln. Auch darüber freut sich Eberl besonders. „Wir haben uns damals kennengelernt und uns gleich super verstanden. Dann hamma beschlossen, gemeinsam eine Fünfergruppe zu bilden.“

Gemeinsam sind sie als die „Isartaler Oldtimerfreunde Ohu/Ahrain“ bei der Meisterschaft angetreten. Die Teilnahmebedingungen hatten sie alle erfüllt: Ihre Bulldogs waren älter als 30 Jahre, verkehrstauglich und angemeldet. Die Fahrer waren im Besitz eines Gesundheitszeugnisses, das ihnen Höhentauglichkeit bescheinigte.

Allein schon die Anfahrt von Ohu hinter Landshut bis zum österreichischen Nationalpark Hohe Tauern war eine besondere Herausforderung für die fünf Traktor-Enthusiasten auf ihren Oldtimern aus den 1950er und 1960er Jahre. Doch die betagten Gefährte bewiesen dabei ihre Zuverlässigkeit und bewältigten die 230 Kilometer bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von knapp 30 km/h ohne Probleme in acht Stunden.

Enkel auch schon im Bulldog-Fieber

Den Enthusiasmus für Bulldogs teilen bereits die Enkel Sebastian (5) und Antonia (7). „Die freuen sich immer, wenn ich mit ihnen eine Runde mit dem Traktor fahre“, schwärmt er.

Auch sonst ist der Hobbyschrauber stets beschäftigt. Vor zwei Jahren übernahm sein Sohn Harald Eberl jun. den Hof, auf dem der 65-Jährige bis heute aktiv ist. Unter anderem gibt es hier einen Hofladen und einen Schlachtraum mit EU-Zulassung für das Wild, das der Jäger schießt.

Sofia Scarrazai

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