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Hier spielt die Musik: Das Fraunberger Gemeindeorchester unter der Leitung von Ute Auf dem Hövel umrahmte den Neujahrsempfang im vollen Bürgersaal. 

Ehrung beim Fraunberger Neujahrsempfang

Preis „der Fraunberger“ geht an Vorzeige-Seelsorger und Vollblut-Fußballer

Um verdiente Personen des Gemeindelebens zu ehren, vergibt die Gemeinde seit Jahren den Preis „Der Fraunberger“. Normalerweise bei einer Bürgerversammlung, diesmal aber schon beim Neujahrsempfang im Bürgersaal. Ausgezeichnet wurden Diakon Christian Pastötter und der Jugendleiter des FC Fraunberg, Tobias Haider.

VON FRIEDBERT HOLZ

Fraunberg– „Für uns ist Pastötter schon seit zehn Jahren ein Seelsorger, wie man ihn sich nur wünschen kann“, sagte Bürgermeister Hans Wiesmaier in seiner Laudatio. „Durch seine offene und fröhliche Art kommt er gut an bei den Gläubigen, die Begeisterung für sein Amt ist für viele Ehrenamtliche in der Gemeinde ein großes Vorbild.“ Besonders lobte er Pastötters Einsatz für den Wallfahrtsort Maria Thalheim und die Kirche dort, der Diakon sei 2019 auch die treibende Kraft hinter dem 600. Wallfahrtsjubiläum gewesen. Und er spiele in seiner Freizeit bei den Thalheimer Jagdhornbläsern – „da müssen wir unbedingt mal ein Konzert hören“.

Auch der erst 27-jährige Haider kümmere sich, so Wiesmaier, „in herausragender Weise“ um rund 150 Kinder und Jugendliche in zwölf Teams mit rund 20 weiteren Trainer-Kollegen. „Da er auch noch aktiver Spieler in der Herrenmannschaft ist, steht er nahezu jeden Tag auf dem Fußballplatz.“ Haider betreue mit einem Co-Trainer die zwei C-Jugendmannschaften, kümmere sich aber auch sonst um sehr vieles, was mit diesem Sport zu tun habe – von der Markierung des Platzes bis hin zur Organisation des Pausenverkaufs. Beide Geehrte bekamen vom Bürgermeister eine Urkunde sowie ein Geldgeschenk.

Preis für ein Duo: Landrat Martin Bayerstorfer (l.) und Bürgermeister Hans Wiesmaier (r.) gratulierten Diakon Christian Pastötter (2. v. l.) und Tobias Haider zur Auszeichnung „Der Fraunberger“.

Neben guten Wünschen wollte Wiesmaier diesmal aber keinen Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr geben. Vielmehr wollte er vom großen Publikum im Saal erfahren, wie es die heutige Zeit einschätze und ob es glaube, dass schwierigere Zeiten kämen. „Wir leben hier und heute in einem Wohlstand, nehmen wir Veränderungen überhaupt noch wahr?“ Er wolle künftig jedenfalls viele „Kommunikationsräume“ schaffen und freue sich auf 2020, „denn wir haben in unserer Gemeinde ein hohes Niveau gegenseitiger Wertschätzung“.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer vertrat in seinem Grußwort die Ansicht, dass es entscheidend sei, „dass alle zusammenhelfen. Wir haben hier im Landkreis mit Ehrenamtlichen schon sehr vieles erreicht, ob 2019, als wir mit 250 Feuerwehrleuten beim Schneechaos in Berchtesgaden geholfen haben, oder in der Flüchtlingskrise. 2015 kamen täglich mehrere hundert Menschen, aber viele von uns haben angepackt. Und heute ist kaum noch etwas zu hören von diesem Thema. Für mich ein Zeichen funktionierender Integration“, befand Bayerstorfer. Sorge bereite ihm aber, dass 60 Prozent der Bürger nicht mehr die Notwendigkeit einer heimischen Lebensmittel-Produktion sehen. „Deshalb haben wir mit unserer neuen Marke echt erding ein Zeichen gesetzt.“

Pastötter verwies in seiner Dankesrede darauf, dass die Menschen froh darüber sein sollten, wenn sie jemanden hätten, „der ihnen guttut“. Es bringe nichts, sein Leben in die Zukunft zu verschieben. „Denn Glück fängt heute an und nicht erst morgen.“

Auf welch hohem Niveau der Orchesterverein Fraunberg unter Leitung von Ute Auf dem Hövel spielt, zeigten die Musiker bei der anspruchsvollen Umrahmung des Empfangs. Dazu gehörten einige bekannte Stücke aus der Klassik ebenso wie zum Abschluss die Bayernhymne, bevor sich die Festgemeinde bei Snacks und Getränken unterhielt.

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