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Ein Radweg an der Bundesstraße

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Von: Friedbert Holz

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Fahrradfahrer (Symbolbild)
Die Gemeinde Fraunberg bekommt Zuschüsse für neue Radwege. Vorrang hat jetzt der Weg entlang der Bundesstraße 388 von Ottering nach Grünbach (Symbolbild). © Uli Deck/dpa

Die Gemeinde Fraunberg bekommt Zuschüsse für neue Radwege. Vorrang hat jetzt der Weg entlang der Bundesstraße 388 von Ottering nach Grünbach.

Fraunberg – Dass die Gemeinde Fraunberg Zuschüsse für neue Radwege genehmigt bekommen hat, konnte Bürgermeister Hans Wiesmaier (CSU) in der Sitzung des Gemeinderats bekannt geben. So soll jetzt vorrangig der Radweg entlang der Bundesstraße 388 von Ottering (Gemeinde Inning) nach Grünbach (Gemeinde Bockhorn) in Angriff genommen werden – mit einigen Wünschen Fraunbergs. Der Radweg von Tittenkofen nach Langengeisling befindet sich indes noch in der Planungsphase.

„Zusammen mit den Gemeinden Inning am Holz und Bockhorn, dem Straßenbauamt und uns gab es vor kurzem ein Treffen, um den Verlauf des geplanten Radwegs von Ottering nach Grünbach im Detail zu besprechen“, erklärte Wiesmaier. Auf dieser 4,5 Kilometer langen Strecke, die parallel zur Bundesstraße verläuft und deren Baukosten auf rund 2,7 Millionen Euro geschätzt werden, soll sich ein 2,5 Meter breiter Radweg hinziehen.

Er trifft dabei auf drei Kreuzungen, die auch Fraunbergs Interessen tangieren: auf die Abzweigung nach Großhündlbach, auf das Straßen-Kreuz Richtung Maria Thalheim/Maierklopfen sowie auf die Einmündung von Kemoding her. Bei den beiden erstgenannten, größeren Abbiegungen spricht sich Fraunberg klar für den Bau so genannter Fahrbahnteiler aus. Damit könnten Radfahrer, wenn sie die viel befahrene Bundesstraße queren wollen, einen „Zwischenstopp“ einlegen und damit gefahrloser über die B 388 gelangen. Was die Abzweigung nach Kemoding angeht, „sollte auch hier über ein sicheres Einbiegen noch einmal geredet werden“, so der Rathauschef.

Erst in der Planungsphase befindet sich hingegen der seit 20 Jahren diskutierte Radweg zwischen Tittenkofen und Langengeisling entlang der Staatsstraße 2082. Da dieser Radweg einmal in die ebenfalls geplante Nordumfahrung bei Langengeisling einmünden soll, ist sein Bau derzeit noch abhängig von der Bauplanung dieser Erdinger Umfahrungsstraße. Dazu hat das Staatliche Bauamt eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

Im Ergebnis heißt es, dass ein Radweg auf der vorgesehenen Strecke links der Straße in Richtung Erding gebaut werden sollte. Denn auf der rechten Straßenseite wäre unter anderem ein Habitat der Zauneidechse betroffen, das „nach artenschutzrechtlicher Abschätzung“ nicht zerstört werden dürfe. Dieser Verlauf bedeutet aber auch, dass Radfahrer, von Tittenkofen kommend, dann zwei Mal die Staatsstraße kreuzen müssten: einmal gleich hinter dem Ort bei der Abzweigung nach Eichenkofen und wieder zurück auf die rechte Straßenseite kurz vor Langengeisling – in beiden Fällen gibt es hier bereits kurze Asphaltstücke eines Geh- und Radwegs. „Sobald die Nordumfahrungstrasse feststeht, können wir diesen Radweg dann final bearbeiten“, so Wiesmaier.

Friedbert Holz

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