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„Eine aufregende Woche bei der Landesgartenschau“

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Blumen und Whisky erhielten Brigitte und Peter Murla für ihren Einsatz bei der Landesgartenschau von Kreisverband-Geschäftsführer August Groh (l.).
Blumen und Whisky erhielten Brigitte und Peter Murla für ihren Einsatz bei der Landesgartenschau von Kreisverband-Geschäftsführer August Groh (l.). © Obermeier

Einen herbstlich dekorierten Stulberger-Saal hatte der Fraunberger Gartenbauverein um Vorsitzende Traudl Fischer vorbereitet. Immerhin war man ja Gastgeber der Jahreshauptversammlung des Erdinger Kreisverbands für Gartenbau und Landschaftspflege. Der Einladung waren 30 der 37 Gartlervereine im Landkreis gefolgt.

Fraunberg - „Auch der Kreisverband musste lernen, mit Corona umzugehen“, sagte Geschäftsführer August Groh. Anfang 2020 stand die Einführung eines Gartenratgebers für alle zur Diskussion. Wie soeben bekannt geworden, werde daraus nun aber nichts. Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau in Ingolstadt und die Planung einer Lehrfahrt zum Gardasee habe Corona zunichte gemacht. Nach der Frühjahrsversammlung im März 2020 sei nicht mehr viel los gewesen. Für Freude sorgte immerhin der Workshop Naturfotografie im Obstgarten von Lorenz Voithenleiter mit Kursleiter Klaus Kuhn. Rosi Neumeier-Korn habe daraus einen Kalender unter dem Motto „Natürliche Ansichtssache“ herausgegeben und sei damit sogar im Gartenratgeber vorgestellt worden. „Ab 2021 hielten wir dann unsere virtuellen Treffen über die offizielle Lizenz (Zoom) über Zoom im Internet ab“, sagte Groh.

Aktuell bringen es die 37 Gartenbauvereine auf 6918 Mitglieder – laut dem zufriedenen Geschäftsführer ein ein Zuwachs um 70 Mitglieder. Groh präsentierte für die verhinderte Schatzmeisterin Ursula Weinhuber den erfreulichen Kassenbericht mit einem erwirtschafteten Plus von 2400 Euro. Das Vermögen beträgt nun 33 000 Euro.

„Bei einer aufregenden Woche im Juli 2021 bei der Landesgartenschau in Ingolstadt haben wir 500 Glasl Marmelade zur Verkostung angeboten“, berichtete derweil Vorsitzende Brigitte Murla. Für die Kinder wurde eine Verlosung veranstaltet, „nebenbei waren wir noch fürs Gießen vieler Beete zuständig, das war schon anstrengend“, so Murla. Die übrig gebliebenen Marmeladen habe man an die Lebensgemeinschaft Gebensbach gespendet. Als Dank für das Engagement bei der Gartenschau überreichte Groh Murla einen Blumenstrauß – und ihrem Mann Peter, der als Busfahrer und Grillmeister fungierte, eine Flasche Whisky. Für nächstes Jahr ist eine dreitägige Lehrfahrt nach Zell am See geplant, die von Marion Strasser vorgestellt wurde.

Eingangs hatte Fischer den Gastgeber vom Fraunberger Gartlerverein vorgestellt. Murla lobte anschließend Bürgermeister Hans Wiesmaier, der sich gleich für drei Gartenbauvereine in seiner Gemeinde stark mache. Wiesmaier, soeben erstmals Opa geworden, strahlte entsprechend. Und Vizelandrat Franz Hofstetter lobte in Richtung des Verbands: „Gut, dass es euch gibt.“ Er sorge für einen blühenden Landkreis.

Kreisverbandsvorsitzende Murla freute sich derweil, „dass wir Kreisfachberater Michael Klinger haben, der mittlerweile zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution für uns geworden ist“. Für den Tag der offenen Gartentür am 12. Juni wird Landrat Martin Bayerstorfer die Schirmherrschaft übernehmen. Laut Klinger werden dann Gärten in Grüntegernbach, in Grünbach und der Lehrgarten in Inning zu bestaunen sein.

In der Versammlung stellte sich noch der neue Baumwart Sepp Höschl vor. Der 51-jährige Schriftführer und Baumwart vom Gartenbauverein Finsing hatte den Lehrgang mit Erlangen des Zertifikats „Der Bayerische Baumwart“ in Deutenkofen erfolgreich abgelegt.

THOMAS OBERMEIER

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