Der erste Schultag

„Eine spannende Zeit für alle“

Philipp und Marie freuen sich schon auf die Schule – sogar auf die Hausaufgaben. Das meinen die beiden Sechsjährigen aus Reichenkirchen und Großhündlbach (beides Gemeinde Fraunberg) zumindest heute noch. Sie und ihre Eltern haben sich gut vorbereitet. Und doch ist es ein großer Schritt für alle.

Landkreis„Ziemlich aufgeregt“ ist der kleine Philipp Mierzwa aus Reichenkirchen vor seinem großen Tag. Er ist einer der vielen Sechsjährigen, die am kommenden Dienstag das erste Mal zur Schule gehen. 59 erste Klassen sind es heuer im Landkreis. Philipp startet in der Grundschule Reichenkirchen in seine Schullaufbahn und freut sich trotz der Anspannung auch schon sehr – am meisten darauf, neue Freunde kennenzulernen, erzählt er. Zum Glück komme sein bester Kindergartenfreund Manuel in die selbe Klasse.

Die Schule selbst hat der zukünftige Erstklässler bereits inspiziert und gibt ihr schon jetzt das Prädikat „Gute Schule“. In seiner Freizeit spielt der Reichenkirchener gerne Fußball, auch im Verein, und Lego. Eigentlich freue er sich auf alles – und solange die Hausaufgaben nicht so anstrengend sind, sogar darauf, versichert der baldige Grundschüler. Am besten werde es aber sein, lesen zu lernen, um seinen Eltern auch vorlesen zu können.

Auch Marie Bauer (6) aus Großhündlbach gefällt ihre zukünftige Grundschule in Maria Thalheim gut. Besonders schön findet sie ihr zukünftiges Klassenzimmer. Doch ganz ungewohnt wird die Situation für Marie nicht, denn viele Freunde aus der Käfergruppe ihres Kindergartens würden auch in ihre Klasse kommen, erzählt Mama Daniela Bauer (45).

Marie hat ihre Schultüte zusammen mit der Mama im Kindergarten gebastelt. Wie der Schulranzen ist sie mit einem Delfin verziert. Eigentlich möge sie alle Tiere, versichert die Sechsjährige. Deshalb sei ihr Wunschberuf auch Tierärztin. Als Alternative sieht das Mädchen dann noch einen Bank-Job. Schulsachen habe sie schon alle mit ihrer Mama besorgt.

Auch Philipp ist schon ausgerüstet. Die Schultüte mit Rennauto und Pokal hat der Sechsjährige gemeinsam mit Mama Kathrin Mierzwa (38) im Kindergarten gebastelt. Befüllt werde sie aber erst später von den Eltern, stellt die Mutter klar. Auf seinem Schulranzen ist Philipp besonders stolz. „Den hat Mama gefunden“, berichtet er und demonstriert die Funktionen seiner neuen Schultasche mit 3D-Robotermotiv und Blinklicht.

Die passenden Schreibutensilien für den Schulstart befinden sich auch bereits in Philipps Federmäppchen. Und sogar damit schreiben kann der Sechsjährige schon. Problemlos überträgt er seinen Namen von einem vorgeschriebenen Zettel der Mama auf ein Blatt Papier.

Auch Marie in Großhündlbach kann das bereits. Ihre große Schwester Valentina (10) gibt der ABC-Schützin Tipps für den Schulanfang. Auch sie kam vor vier Jahren in die Klasse 1b bei Ursula Deckert. „Wenn man brav ist bekommt man bei Frau Deckert zur Belohnung Süßigkeiten“, erzählt Mama Daniela. „Egal welche Süßigkeiten. Gummibärchen oder Schoki – was du am liebsten magst“, zählt Valentina Bauer auf.

Mama Daniela gesteht, dass auch sie vor der Einschulung etwas aufgeregt ist. „Es ist eine Umstellung, doch man freut sich ja auch immer mit den Kindern,“ sagt sie.

Philipps Papa Florian Mierzwa (40), der als Metallbauer arbeitet, geht es ähnlich. „Die Zeit vergeht so schnell. Die drei Jahre Kindergarten gingen rum wie nichts, und jetzt kommt er schon in die erste Klasse. Es wird auf jeden Fall eine spannende Zeit für alle“, sagt der Reichenkirchener.

Franziska Böhm

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