Prominentenschießen am neuen Schießstand bei Germania Grucking
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Das Prominenten-Schießen war ein Höhepunkt der Feier (v. l.): Alexander Huber (314 Ringe), Bernhard Lanzinger (356), Andreas Ulrich (372), Klaus Waldherr (357) und Maxi Dallinger (396).

Schützenverein weiht neuen Schießstand ein

Germania Grucking: Gelungener Startschuss am Schießstand

Einen perfekten Einweihungstag ihres neuen Schießstandes feierten am Sonntag die Gruckinger Germania Schützen im Gasthaus Rauch.

Grucking - Schützenmeister Bernhard Lanzinger konnte zur Einweihung des neuen Schießstands von Germania Grucking seine 115 Schützenmitglieder, darunter 15 Jugendliche, die Reichenkirchner Frohsinn Schützen und einige Ehrengäste begrüßen. Nach der Weihe der modernen Schießstätte durch Diakon Christian Pastötter ließ Lanzinger im Biergarten die geleisteten Arbeiten Revue passieren. „Ich bin megastolz auf euch, meine Mitglieder“, sagte er. In Rekordzeit sei der alte Schießstand im Keller des Rauch-Nebengebäudes in zehn moderne elektronische Stände umgebaut worden. Dank moderner Ausstattung kann bei den Schießabenden im Vereinslokal im Gasthaus Rauch über einen Bildschirm live gezeigt werden, welcher Schütze welche Ringe trifft. Erst im April habe der Verein mit dem Umbau begonnen. „Das zeigt uns, dass die Mitglieder hinter uns und hinter der ganzen Aktion stehen“, lobte der Schützenmeister.

Die von 30 Leuten erbrachten 350 Arbeitsstunden in Eigenleistung hätten umgerechnet einen Wert von 5000 Euro, sagte Lanzinger. Besonders hervorzuheben seien Anton Huber (Computeradministrator), Matthias Ott (Holzbau), Dominik Lechner (Elektrik), Martin Huber (Elektrik), Markus Huber (Elektrik), Jakob Irl (Malerarbeiten) und Klaus Lanzinger („Mädchen für alles“). Diese Leistungsträger hätten zusammen 60 Prozent der geleisteten Stunden erbracht. „Ein herzliches Vergelt’s Gott!“, schickte ihnen Lanzinger hinterher.

Finanziert werden konnte der Umbau, der insgesamt 45 000 Euro gekostet hat, dank großzügiger Zuschüsse: 40 Prozent der Kosten übernahm der Freistaat Bayern, je zehn Prozent der Landkreis Erding und die Gemeinde Fraunberg. „Gut getan“ habe auch die Unterstützung der Hausbank, der VR-Bank Erding, sagte der Schützenmeister. 2305 Euro aus dem Crowdfunding sowie 10 000 Euro aus dem Spendengewinnsparen steuerte diese bei. Besonders die Spendenaktion sei eine „super Sache“ gewesen, so Lanzinger. „Wir hatten uns 4000 Euro Einnahmen erhofft. Dass wir am Ende die 10 000 Euro knackten, ist ein Traum.“ Der Spendendurchschnitt von den 44 Mitgliedern lag bei über 200 Euro. Die Namen werden auf einer Spendertafel verewigt, versicherte Lanzinger.

„Ihr seid ein Riesenteam“, gratulierte Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier zum neuen Schießstand. Er hatte als Geschenk eine Bleiverglasung des Gemeindewappens zum Aufhängen dabei. Germania Grucking sei „ein Heimatverein aus der Historie gegründet, für die Zukunft gewachsen“, lobte Wiesmaier. „Ihr könnt stolz sein auf ein Zeichen, ein Projekt, das ihr selber geschaffen habt. Miteinander schafft man alles, einer allein schafft nichts“, so Wiesmaier.

Vize-Landrat Franz Hofstetter kam direkt von der Erdinger Museumsausstellung „Kimme und Korn“. Von dort konnte er berichten, dass früher schon Schießsport und Geselligkeit eng miteinander verbunden waren. Den Aktiven gratulierte er mit einer Schützenscheibe des Landkreises.

Frisch geweiht ist der neue Schießstand durch Diakon Christian Pastötter.

Gauschützenmeister Klaus Waldherr freute sich über den modernen Schießstand und die guten Bedingungen für die Zukunft und lobte die gute Jugendarbeit des Vereins. Für „künftige Siege und großartige Geselligkeit“ der Gruckinger Schützen hatte er einen steinernen Gauhumpen mitgebracht.

Sektionsschützenmeister Andreas Ulrich, der insgeheim der Inspirator des Umbaus war, zeigte sich überwältigt, „welches Vertrauen hier im Verein herrscht“. Fulminant bezeichnete er die Spendenaktion der Mitglieder ins Crowdfunding. „Ich freue mich, dass jetzt schon vier Vereine in der Sektion elektronisch schießen“, sagte Ulrich. Schützenchef Franz Karbaumer von Frohsinn Reichenkirchen, die sich seit einigen Jahren bei Germania Grucking einmieten, freute sich auf Wettkämpfe an den modernen Ständen.

Nach dem gemeinsamen Mittagsessen ging’s zum Prominenten-Schießen mit Live-Übertragung in den Biergarten, wo die Schützendamen Kaffee und Kuchen anboten. Der zwischenzeitlich eingetroffene Deutsche Meister im Luftgewehr, Maxi Dallinger, stellte vor den Augen vieler Jugendlicher seine absolute Extraklasse mit 396 Ringen unter Beweis. Bei Gauschützenmeister Klaus Waldherr (357), Sektionsschützenmeister Andreas Ulrich (372) und Schützenmeister Bernhard Lanzinger (356) merkte man, dass der regelmäßige Schießbetrieb im Herbst erst wieder beginnt.

Außerdem traten beim Prominenten-Schießen an: Bürgermeister Hans Wiesmaier, Sabine Knust von der VR-Bank Erding, „dienstältestes“ Vereinsmitglied Ludwig Bichlmaier (87 Jahre alt), das Werbe-Model für Crowdfunding, Alexander Huber, und das jüngste schießberechtigtes Mitglied Elias Lanzinger (11 Jahre). Passen musste zeitbedingt Diakon Christian Pastötter.

Thomas Obermeier

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