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„Ich liebe meine Frau und den Landkreis Erding.“ Landrat Martin Bayerstorfer (3. v. r.) nimmt die Glückwünsche seiner Frau Helga sowie von (v. l.) Jakob Schwimmer, Hans Zehetmair, Max Gotz und Andreas Lenz entgegen. 

Vierte Nominierung zum Landrat von Erding

Rekordergebnis für Bayerstorfer

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Der CSU-Kreisverband zeigt sich so geschlossen wie noch nie: Mit 100 Prozent der 159 gültigen Stimmen nominierte die Versammlung am Donnerstag in Oberbierbach Landrat Martin Bayerstorfer nach 2002, 2008 und 2014 zum vierten Mal als Spitzenkandidat der Kommunalwahl. Zuletzt hatte der Kreisvorsitzende 96 und 97 Prozent auf sich vereinigt.

Oberbierbach - Martin Bayerstorfer zeigte sich sichtlich gerührt und meinte: „Ich bin überwältigt. Ich liebe meine Frau und den Landkreis Erding.“ Zuvor hatte er 50 Minuten Rückschau auf seine 17 Jahre als Landrat gehalten und dafür 65 Sekunden Applaus und stehende Ovationen erhalten.

Die Geschlossenheit der CSU dürfte auch daran liegen, dass Bayerstorfer mit Hans Schreiner als gemeinsamer Kandidat von Freien Wählern, SPD und Grünen einen ernst zu nehmenden Gegner hat. Sein Name wurde aber mit keiner Silbe erwähnt.

Bayerstorfer betonte, wie viel Freude ihm das Amt mache. Seit seiner Wahl 2002 sei er mit tausenden Menschen zusammengekommen, habe Sportpreise, Feuerwehrehrungen und Ehrenamtskarten überreicht – für ihn ein Beleg für das gute Miteinander im Erdinger Land.

Als Rezept des CSU-Erfolgs sagte er: „Wir hören den Menschen zu, wir diskutieren intensiv, dann entscheiden wir aber auch.“ Dabei trotze man auch Widerständen. Als Beispiele nannte Bayerstorfer die Erdinger Nordumfahrung und den Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher. Diese Beispiele zeigten: „Wir haben zusammengehalten und gute Entscheidungen herbeigeführt.“

Der Landrat erinnerte aber auch an kritische Momente, vor allem die Hochwasser 2005 und 2013. Als es um den Fünf-Millionen-Euro-Beschluss über ein zweites Geothermie-Bohrloch in Erding ging, habe er einige Nächte lang schlecht geschlafen. „Ich habe mir damals gedacht: Wenn das schiefgeht, brauchst Du nie wieder vor die Wähler treten.“ Doch die Geowärme sei eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Auf die Bildungslandschaft ging Bayerstorfer intensiv ein und erinnerte an den Neubau der FOS/BOS, der Gastro-Berufsschule, des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe sowie die Erweiterung der Landwirtschaftsschule sowie der Realschulen und Gymnasien. Er bekräftigte, dass das Anne-Frank-Gymnasium so schnell wie möglich seine Dreifachhalle und das Korbinian-Aigner-Gymnasium die neue Mensa bekommen solle.

Nachdrücklich bekannte er sich zum Klinikum, das er ebenfalls ausbauen will. „Für mich sind Notaufnahme und Geburtshilfe elementare Elemente eines Krankenhauses, auch wenn die defizitär sind“, so der Kreischef. Stolz sei er, dass es gelungen sei, den 2017 geschlossenen Kreißsaal binnen eines halben Jahres wieder zu eröffnen. „Was wir am Klinikum jetzt noch brauchen, ist eine Strahlentherapie.“ Auch an einer Kinderstation bleibe die CSU dran.

Zuvor hatte Bürgermeistersprecher Hans Wiesmaier die Delegierten zu Geschlossenheit aufgerufen: „Wir stellen heute die Weichen für das wichtigste Amt im Landkreis. Und wir stellen dafür den Besten auf, der seit drei Amtsperioden beweist, dass er Visionen umsetzt.“ Erdings OB Gotz schlug Bayerstorfer als (einzigen) Kandidaten vor. „Nach Hans Zehetmair und Xaver Bauer wird der Landkreis weiter gestaltet und nicht lediglich verwaltet.“ Bayerstorfer stehe für einen klaren Kurs. Der versicherte: „Ich werde weiter mindestens 100 Prozent geben.“ Genau so viel dann auch sein Ergebnis aus. " KOMMENTAR

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