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Die ersten Damen im Krieger- und Soldatenverein Maria Thalheim sind (v. l.) Irmgard Rosinger, Christl Strohmaier, Marianne Lachner und Petra Unterreitmeier. Darüber freuten sich Vorsitzender Franz Obermaier und Bürgermeister Hans Wiesmaier (2. v. r.)

Krieger- und Soldaten Maria Thalheim 

Erstmals Frauen im Verein

Weibliche Unterstützung hat der Krieger- und Soldatenverein Maria Thalheim bekommen: „Seit kurzem gehören uns vier Frauen an“, verkündete Vorsitzender Franz Obermaier in der Jahreshauptversammlung.

Maria Thalheim – Nach seiner Wahl zum Vereinschef im vorigen Jahr war er mit seinen Vorstandskollegen in Klausur gegangen, um den Verein neu zu erden – zu „resetten“, wie er sagte. Oberstes Ziel sei es gewesen, das Gedenken an die einstigen Kameraden aufrecht zu erhalten. „Außerdem wollen wir die Jugend motivieren, wobei unser Kriegerdenkmal im Fokus stehen soll“, so Obermaier.

Mit Isidor Lex und Sepp Scharf waren zwei langjährige Kameraden verstorben, dafür hatten sich zehn neue Mitglider angeschlossen, darunter eben die Damen Marianne Lachner, Petra Unterreitmeier, Irmgard Rosinger und Christl Strohmeier. Somit zählt der Verein aktuell 100 Mitglieder.

Sie können sich bald im „neuem Outfit“ präsentieren: Neue Sakkos wurden geschneidert und sind abholbereit, und die Krawatten, die der Verein sponsert, hatte der Vorsitzende zum Verteilen schon dabei. Im neuen Fahnenschrank, geschreinert von der Firma Westermaier, lagert die Vereinsfahne künftig im Pfarrheim.

„Wichtig ist uns, unsere Kameraden nach dem Tod bei Beerdigungen weiterhin würdig mit Musik, Fahnenabordnung und Kranz zu verabschieden. Da sind wir fast die Einzigen, die noch Musik haben. Oftmals gibt es heutzutage nur noch eine Blumenschale“, meinte Obermaier.

Ein Problem sei der Röhrlbrunnen, in dem sich das Kriegerdenkmal befindet. Der Brunnen bröckelt, das Wasser ist abgestellt. Steinmetz Neumaier soll sich das unverbindlich anschauen und feststellen, ob künftig überhaut noch Wasser laufen sollte.

Bürgermeister Hans Wiesmaier schlug vor, Schülern im Rahmen des Unterrichts das Kriegerdenkmal zu erklären. „Wir dürfen keine geschlossene Gesellschaft werden. Die Kirchen dürfen nicht zum Denkmal werden“, warnte er. Obermaier nahm diese Idee auf, „denn die Vereine sind das Dorf“.

Schriftführer Hans Schäfflers konnte auf die Teilnahme am 60-jährigen Jubiläum des FC Fraunberg zurückblicken. Alois Korber, Hans Schäffler, Manfred Rosenberger und Alois Irl erzielten bei der Kriegsgräbersammlung im Herbst das Rekord-Ergebnis von 1258 Euro. Die Bergmesse fiel ins Wasser und wurde in die Wallfahrtskirche verlegt. Den Kriegerjahrtag beging man mit der Dorfener Blaskapelle. Heuer ist die Bergmesse für Sonntag, 17. September, am Randlkofer Wegefeldkreuz geplant.

Von einem leichten Minus von 277 Euro berichtete Kassier Alois Korber. Grund seien die Beerdigungen, die vielen runden Geburtstage und die neuen Krawatten für die Mitglieder, die allein 450 Euro gekostet hätten. Doch bei gutem Kassenstand war das kein Grund zur Besorgnis. 


Tom Obermeier

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