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Der Kuh reicht eine Stunde Schlaf am Tag

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Zum Abenteuerort mutierte der Hof von Familie Wenhart in Grafing. Ortsbäuerin Angelika Wenhart (hinten, 5. v. r.) begrüßte beim Ferienprogramm der Gemeinde über 20 Schüler.
Zum Abenteuerort mutierte der Hof von Familie Wenhart in Grafing. Ortsbäuerin Angelika Wenhart (hinten, 5. v. r.) begrüßte beim Ferienprogramm der Gemeinde über 20 Schüler. © Thomas Obermeier

„Endlich ist wieder was los in den Ferien“, freuten sich 22 Schüler im Alter von vier bis neun Jahren aus der Gemeinde Fraunberg, die beim Ferienprogramm der Gemeinde auf dem Bauernhof von Familie Wenhart in Grafing einen aufregenden Ferientag erlebten.

Fraunberg – Auf dem Hof von Fraunbergs frisch gewählter Ortsbäuerin Angelika Wenhart erfuhren die neugierigen Kinder im großen Kuh- und Kälberstall, der zum Abenteuerplatz wurde, viel über die Arbeit mit den Tieren auf einem Bauernhof.

Unterstützt wurde die Ortsbäuerin von ihren befreundeten Bäuerinnen Susanne Gruber aus Tittenkofen und Bärbl Hintermaier aus Harham. „Jedes Kälbchen muss bereits gechipt werden und ist damit in einer Datenbank, wo alle Kühe aus Deutschland gespeichert sind, registriert, erklärte Wenhart. Und wie viel fressen Kühe? Wenhart war überrascht, wie gut die Kinder bescheid wussten. Tatsächlich fressen sie täglich einen Schubkarren voll Futter und trinken bis zu 100 Liter Wasser, so Wenhart.

Sie zeigte den Schülern, wie Mais-, Weizen-, Gerste-, Roggen-, Hafer-, Soja- und Zuckerübenpflanzen ausschauen. Mit einer alten Kaffeemühle durften die Kinder sogar selbst Getreide mahlen und damit die kleinen Kälber füttern. Zudem erfuhren sie, dass eine Kuh am Tag auf nur eine Stunde Schlaf kommt. Das ist dem Wiederkau-Rhythmus geschuldet.

Großes Staunen gab es dann am Melkroboter. „Zur Erkennung am Roboter tragen unsere Kühe, die sich im Stall frei bewegen können, ein Halsband mit einem Transponder. Jede Kuh kann an einem Tag den Melkroboter bis zu viermal aufsuchen. Beim fünften Versuch würde der Roboter sie durchlassen“, erklärte Wenhart. Eine Kuh gebe am Tag etwa 25 bis 30 Liter Milch, „die wir an die Molkerei Jäger in Haag zur Verarbeitung liefern“, so Wenhart.

Auch der Spieltrieb der Kleinen kam nicht zu kurz: Sehr beliebt waren bei den Kindern das Hüpfen vom Strohballen in einen großen Heuhaufen mit Bäuerin Hintermaier und das Formen von Bauernhoftieren aus selbstgemachter Knete. Anschließend wartete eine gesunde Brotzeit mit frisch gebackenem Brot, Butter, Käse, Gurken, Tomaten und allerlei Gartenkräutern. Der Renner bei den Getränken war die selbstgemachte Erdbeermilch. Anschließend übernahmen die Schüler noch das Füttern der Kühe, bevor sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Zuvor gab es zur Belohnung aber noch ein großes Eis.

THOMAS OBERMEIER

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