Die neu restaurierte Vereinsfahne der Feuerwehr weihte Diakon Christian Pastötter (r.) im Rahmen des Kirchenpatroziniums. 
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Die neu restaurierte Vereinsfahne der Feuerwehr weihte Diakon Christian Pastötter (r.) im Rahmen des Kirchenpatroziniums. 
Weihwasser für das LF20-Einsatzfahrzeug spendete Diakon Pastötter auf dem  Fraunberger Rathausvorplatz.
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Weihwasser für das LF20-Einsatzfahrzeug spendete Diakon Pastötter auf dem  Fraunberger Rathausvorplatz.

Patrozinium, Fahnennach- und Fahrzeugweihe

Fraunberg: Dreimal Grund zum Feiern

Fraunberg – Einen großen Festtag mit Kirchenpatrozinium, Fahnennachweihe und Fahrzeugweihe feierte die Freiwillige Feuerwehr Fraunberg am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein. Zur Wehr gehören 41 Aktive, darunter zehn Frauen.

Mitgefeiert hatten auch die Gemeindefeuerwehren Maria Thalheim und Reichenkichen sowie die Wartenberger Stützpunktfeuerwehr. Für den festlichen Rahmen sorgten die Fraunberger Schützen, Krieger, Gartler, der FC Fraunberg und der Kriegerverein aus Riding.

In der Früh ging es für die Feuerwehrler mit einem Kirchenzug aus Vereinsmitgliedern und Ehrengästen vom Gemeindezentrum zur Fraunberger Kirche. Sie ist dem Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehren, geweiht. Beim Gottesdienst zum Kirchenpatrozinium weihte Diakon Christian Pastötter die für 6000 Euro restaurierte Vereinsfahne aus dem Jahr 1873. Zuvor war sie 1999 beim 125-jährigen Gründungsfest geweiht worden.

In seiner Predigt zzog Pastötter Vergleiche zwischen der Feuerwehr und dem Glauben. Der Glaube sei wie ein Feuerwehrschlauch: Bei der Feuerwehr gibt es A-, B- und C-Rohre für verschiedene Wassermengen. Auch der Glaube sei unterschiedlich und müsse angekoppelt sein. Schlauch und Glaube müssten gepflegt und gewartet werden, das könne manche Brände löschen. Außerdem dankte der Diakon den Feuerwehrlern für ihren Dienst an der Gemeinschaft mit Herz, Hand und Verstand getreu dem Motto: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Für die musikalische Gestaltung sorgten Organist Lambert Bart und Trompeter Georg Bart sowie einige Sängern des Fraunberger Kirchenchors.

Danach zogen die Gottesdienstbesucher mit der Wartenberger Blaskapelle unter Leitung von Anton Zollner zum Gemeindezentrum. Auf dem Rathausvorplatz fanden die Weihe und die offizielle Übergabe des neuen Fraunberger Feuerwehrautos LF 20 statt. Festlich geschmückt hatte es Rita Daschinger. Nach einem gemeinsamen Gebet weihte Pastötter das 320 PS starke Einsatzfahrzeug. Anschließend erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe an Bürgermeister Hans Wiesmaier, Kommandant Georg Daschinger und den Vorsitzenden Albert Daschinger unter großem Applaus. Der Juniorchef der Firma Lentner aus Hohenlinden, Matthias Hausmann, sagte: „Ihr dürft stolz sein. Das ist das erste Scania-Feuerwehrfahrzeug dieser Art, das in ganz Deutschland so ausgeliefert wurde. Das war auch für uns eine große Herausforderung.“

Wiesmaier freute sich, seine Feuerwehrler mit modernsten Gerätschaften und Equipment ausstatten zu können. „Glück auf, ihr seid die Besten.“ Sein Dank galt auch dem Gemeinderat für die Bereitstellung der Gelder für das 350 000 Euro teure Fahrzeug. Der Freistaat hatte 100 000 Euro beigesteuert. CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf gratulierte mit einem Spielzeug-Feuerwehr-Drehleiterwagen und berichtete, dass der Freistaat im vergangenen Jahr 52,8 Millionen Euro für das Feuerwehrwesen ausgegeben habe.

Von der Kreisbrandinspektion waren der stellvertretende Kreisbrandrat Lorenz Huber und Kreisbrandmeister Franz Ganslmaier zu Gast. Vize-Landrat Jakob Schwimmer zitierte den ehemaligen Erdinger Stadtpfarrer Josef Mundigl: „Möge es den Fraunberger Feuerwehrlern mit dem neuen Auto so ergehen wie einer alten Jungfrau. Stets bereit, aber nicht gebraucht!“

Das letzte Wort hatte Kommandant Daschinger. Er gab zu, den Anschaffungszeitraum des Fahrzeugs über fünf Jahre – von der Bedarfsplanung, Ausschreibung bis zur Fertigstellung – unterschätzt zu haben. Umso größer sei nun die Freude über das neue Einsatzfahrzeug.

Nach der Bayern-Hymne, die alle gemeinsam sangen, stand das Mittagessen auf dem Programm. Anschließend konnten die Bürger den Nachmittag in der Fraunberger Dorfmitte verbringen und viele Feuerwehrfahrzeuge bestaunen, darunter das TLF 4000 aus Langenpreising, den Wartenberger Drehleiterwagen und den Rettungswagen des Wartenberger Johanniter-Ortsverbandes. Dazu wurden Kaffee und Kuchen angeboten, der Verkaufserlös geht an die Jugendfeuerwehr. (Thomas Obermeier)

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