Das goldene Gitter wird restauriert: Der Förderverein mit (v. l.) Schatzmeisterin Kathrin Wiesmaier, Gerhard Hilger, 2. Vorsitzender und Landrat Mar tin Bayerstorfer, Vorsitzender und Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier, Restauratorin Juliane Wenzel, Kirchenpfleger Erwin Daschinger sowie Schriftführer und Diakon Christian Pastötter. Foto: Thomas Obermeier

25 000 Euro für das goldene Gitter

Maria Thalheim: Förderverein übernimmt nächste Teilrenovierung in der Wallfahrtskirche

Die Restaurierung der Wallfahrtskirche in Maria Thalheim geht weiter. Der Förderverein übernimmt die Renovierung des goldenen Gitters.

Maria Thalheim – Mit der Restaurierung des altertümlichen eisernen Gitters gehen die Arbeiten in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Maria Thalheim weiter. Restauratorin Juliane Wentzel von der Firma Preis & Preis aus Regensburg stellte nun auf dem Gerüst in der Kirche die Arbeiten vor. Sie sind mit Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro veranschlagt und werden großteils vom Förderverein zum Erhalt der Maria Thalheimer Wallfahrtskirche übernommen. Der Verein hatte sich bereits mit 25 000 Euro an der Restaurierung von einem der sechs Seitanaltare beteiligt (wir berichteten).

Organisator Diakon Christian Pastötter berichtete: „Das renovierungsbedürftige Gitter, das die vorderen und hinteren Sitzreihen in der Wallfahrtskirche trennt, stammt aus dem Jahr 1740 und wurde laut Überlieferung von einem Erdinger Schmied hergestellt.“ Die heutige schwarz- goldene Fassung sei aber nicht die ursprüngliche. „Das Gitter war früher Grün, und seit dem 19. Jahrhundert ist daran nichts mehr gemacht worden“, so der Diakon. Nun soll es bis zum Frühjahr wieder in einen sauberen Zustand versetzt und die Goldflächen verschlossen werden, damit das Gitter wieder ein gepflegtes und starkes Erscheinungsbild hat.

Dem Fördervereinvorsitzenden Hans Wiesmaier ist es ein großes Anliegen, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und diese Kirche im letzten Detail wieder herzustellen. Aus der Notwendigkeit heraus hat der Vorstand entschieden, diesen Baustein über 25 000 Euro zu übergeben. „Wir brauchen nach wie vor Mittel, der Kirchturm steht ja auch noch an“, sagte Wiesmaier. Sein Dank ging an die Pfarrgemeinde, er lobte die herausragende gemeinsame Verantwortung, „wie hier Förderverein, Pfarrgemeinde, die Zuschussseite des Ordinariats, der Landkreis und die Gemeinden beteiligt sind“. Für Raumschale, Hochaltar, Seitenältäre und Kanzel sind in gut zehn Jahren 1,4 Millionen geflossen. Vorsitzender Wiesmaier: „Das sind Zeichen in einer Zeit, in der wir die Kultur unser Religion nicht aufgeben, sondern im Gegenteil auch weiter einen ansprechenden Raum in Maria Thalheim haben. Es tut uns als Kirchengemeinde, als Förderverein und auf kommunaler Ebene weh, dass wir in schwierigen Zeiten leben. Diese Herausforderung muss uns dazu antreiben, zusammenzuhalten.“

Beim Abstand halten solle man lernen, dass Nähe das wichtigste ist: „Nähe heißt, Verantwortung zu übernehmen, auch in schwierigen Zeiten“, so Wiesmaier.

Das tut der Förderverein nun mit der Freigabe der Gelder. Zeitnah soll auch noch den Kirchturm renoviert werden. An einigen Stellen ist die Farbe schon bis zur Unkenntlichkeit abgewaschen. Die Sanierung ist insgesamt mit 150 000 Euro veranschlagt. „Dazu müssen wir versuchen, die Mittel zu beschaffen“, meinte Pastötter. Zeitgleich wird aktuell auch das Orgelprospekt renoviert (Kosten etwa 11 000 Euro), die von Seiten der Pfarrgemeinde getragen werden, berichtete Pastötter vom Gerüst herunter. 

Thomas Obermeier

Spendenkonto:

Förderverein Wallfahrtskirche Maria Thalheim Bei der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen eG IBAN: DE78 701 695 66 000 89 00 566

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