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Es geht voran: die Großbaustelle am Reichenkirchener Kirch-/Dorfplatz. 

Fraunberg setzt den Rotstift an

Vorerst keine Busumkehre in Reichenkirchen

Der Reichenkirchener Dorfplatz wird großzügig umgebaut. Da aufgrund der Pandemie allerdings weniger Geld verfügbar sein wird, muss die Busumkehre nun doch warten.

Reichenkirchen – Angesichts einer ungewissen finanziellen Zukunft in Corona-Zeiten wird die Gemeinde Fraunberg eine ursprünglich vorgesehene Busumkehre in Reichenkirchen nun doch nicht umsetzen. „Diese Maßnahme ist auf Dauer nicht gestorben, muss aber derzeit nicht unbedingt verwirklicht werden“, sagte Bürgermeister Hans Wiesmaier in der ersten Sitzung des neu gewählten Gemeinderats und warb um Verständnis für diese bauliche Änderung. Das Gremium folgte seiner Meinung einstimmig.

Die Umkehre an der Gabelung der Gemeindestraßen von Reichenkirchen nach Angelsbruck und Hatting war als eine sichere Lösung gedacht, damit Busse, die vor allem Schulkinder in die Ortsmitte bringen, dort auf dem Platz nicht umdrehen oder gar rückwärts fahren müssen. Da im Moment der Reichenkirchener Dorfplatz großzügig umgebaut wird und die Straße durch diesen Platz auch in das neue Baugebiet Reichenkirchen-Ost führt, bot sich an, diesen Wendeplatz gleich mit zu bauen. Auch über die Besitzverhältnisse der Grundstücke wurde bereits gesprochen.

„Wir wissen nicht, wie sich unsere finanzielle Lage in den kommenden Monaten ändert“

Nun aber gab der Bürgermeister zu bedenken, dass der Bau rund 100 000 Euro Kosten verursachen würde. Ob dieses Geld jedoch angesichts aktueller Umstände dafür auszugeben sei, müsse diskutiert werden. Wiesmaier: „Wir wissen nicht, wie sich unsere finanzielle Lage in den kommenden Monaten ändert.“ Die Gemeinde habe derzeit andere Projekte, die nicht aufzuschieben sind – wie etwa Kinderhaus-Umbau und Ertüchtigung der Kläranlage – und deshalb vorrangig zu stemmen seien. Zudem habe das betreffende Bus-Unternehmen keinen wirklichen Bedarf an einer Umkehre.

Eine längere Diskussion im Gremium verursachte die Auswahl der Parkplatz-Befestigungen auf dem Dorfplatz. Wiesmaier hatte den Räten anhand eines Fotos eine Lösung mit sogenannten Rasenfugen-Steinen vorgestellt, die anschließend hinsichtlich ihrer Begehbarkeit auch für behinderte Bürger oder mit Rollatoren geprüft wurde. Letztlich genehmigte der Gemeinderat den Vorschlag des Bürgermeisters.

Durchfahrt rechtzeitig zu Schulbeginn wieder offen

Außerdem soll der Bau eines Pavillons entlang der Friedhofsmauer gegenüber dem Pfarrheim in Angriff genommen werden. Und für alle Reichenkirchener hatte Wiesmaier noch eine weitere gute Nachricht: „Ab Montag, rechtzeitig zu Schulbeginn, ist die Durchfahrt wieder offen“.

In der Nähe von Reichenkirchen, an der Gemeindestraße zwischen Harham und Birkenhof, hatten Anlieger zwei Anträge für eine Geschwindigkeitsbegrenzung dort gestellt. Das Ratsgremium entschied sich für ein künftiges Tempolimit von 60 km/h.

Friedbert Holz

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