Messtation des Flughafens

Fraunbergs Luft ist gut bis sehr gut

Fraunberg – Fraunbergs Luftqualität ist tadellos. Das zeigt der Untersuchungsbericht aufgrund von Ergebnissen einer mobilen Luftgüte-Messstation.

Die Flughafen München GmbH (FMG) hatte auf Betreiben der Gemeinde mit einer mobilen Station ein halbes Jahr lang am Sportplatz in Fraunberg alle relevanten Luftschadstoffe gemessen. Jetzt wurden die Daten ausgewertet und dem FRaunberger Gemeinderat vorgestellt. Fazit: Alle in Fraunberg ermittelten Messergebnisse liegen deutlich unter der so genannten Bundes-Immissionsschutzverordnung. Deshalb seien die Messdaten nach einem Langzeit-Luftqualitätsindex als gut beziehungsweise sehr gut zu bewerten.

So konnte im Messzeitraum von Juli 2015 bis Januar 2016 durch rund 176 000 Starts und Landungen am zwölf Kilometer entfernten Flughafen kein Einfluss auf n-Alkan-Konzentrationen nachgewiesen werden. Diese wären erhöht gewesen, wenn sich Spuren des Flugbenzins Kerosin in der Luft befunden hätten. Auch die Feinstaub-Werte waren unbedenklich, lagen unterhalb der Grenzwerte.

„Wir bewirtschaften sogar Bienenvölker auf unserem Areal am Flughafen.“ Damit beschrieb Hermann Blomeyer, Leiter der FMG-Umweltabteilung, die hohe Qualität der Luft am Airport und in der Umgebung – „wir produzieren den teuersten Honig Deutschlands“. Der Flughafen betreibe zwei feste Messstationen zur Prüfung der Luftqualität, weitere mobile befänden sich im Umland. Blomeyer: „Wir sind der erste deutsche Flughafen, der die Luftqualität misst“. Um aufzuzeigen, mit welcher Genauigkeit das Ingenieurbüro Müller BBM messen und auswerten kann, bemühte Blomeyer einen Vergleich. „Immissionen lassen sich in einem Tausendstel Gramm in der umgebenden Luft bestimmen. Das ist etwa so, wie wenn man einen einzigen Zuckerwürfel in einem Milchtankwagen herausfindet“.

Ingenieurin Rebecca Dutzi, Begleiterin der Messungen in Fraunberg, ergänzte, dass im Sommer deutlich weniger Immissionen gemessen werden als im Winter. „In der kalten Jahreszeit macht sich etwa der Hausbrand bemerkbar. Und die mit Abstand höchsten Feinstaub-Werte werden in der Silvesternacht gemessen“.

Friedbert Holz

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