Der historische Reichenkirchener Pfarrhof, den es seit 1886 gibt, wird derzeit saniert. Er befindet sich zwischen der Pfarrkirche St. Michael und dem Pfarrheim.
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Der historische Reichenkirchener Pfarrhof, den es seit 1886 gibt, wird derzeit saniert. Er befindet sich zwischen der Pfarrkirche St. Michael und dem Pfarrheim.

Stürme und Regen haben der Fassade zugesetzt – Kosten: 400 000 Euro – 15 Prozent Eigenleistung

Frischzellenkur für den Reichenkirchener Pfarrhof

Reichenkirchens Ortsmitte putzt sich heraus. Der neu gestaltete Kirchplatz ist schon jetzt eine Augenweide. Nun wird auch der historische Pfarrhof, der auf das Jahr 1886 zurückgeht, zwischen der Pfarrkirche St. Michael und dem Pfarrheim außen saniert.

Reichenkirchen – Stürme und Regen haben in der Vergangenheit dem Dach und der Fassade stark zugesetzt. Die Firma Westermaier aus Bockhorn hat den Pfarrhof komplett eingerüstet. Der heimische Holzbaubetrieb Wolfgang Haindl aus Tittenkofen hat bereits mit der aufwendigen Dachsanierung begonnen. Dabei mussten einige alte Balken der Dachkonstruktion durch neue ersetzt und eine komplett neue Dachschalung angebracht werden. Eingedeckt wird das Dach künftig mit modernen, sturmsicheren Aluminiumblech-Schindeln der Firma Prefa.

Diakon Christian Pastötter spricht von Sanierungskosten in Höhe von 400 000 Euro. „Dafür erhalten wir 85 Prozent Zuschuss vom Ordinariat. Es müssen allerdings 15 Prozent Eigenleistung erbracht werden. Das schaffen wir, denn unser unermüdlicher Kirchenpfleger Anton Maier ist vom ersten Tag an mit etwa zehn freiwilligen Helfern aus der Pfarrei im Einsatz“, sagt Pastötter. Maier berichtet: „Mit unseren Leuten haben wir den Kamin und den schadhaften Putz abgetragen und gehen den Arbeitern jederzeit zur Hand, wo es möglich ist.“

Welche Firma die Verputzarbeiten macht, steht noch nicht fest. Für den neuen Fassadenstrich sorgt der Malerbetrieb Wastian aus Berglern. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Die Sanierung unseres Pfarrhofs ist jeden Cent wert“, sagt Maier. Der Pfarrhof sei „die Gotteszentrale für den Pfarrverband Reichenkirchen/Maria Thalheim“.

Im Erdgeschoss sind das Pfarrbüro untergebracht, das auch fürs Kinderhaus St. Florian zuständig ist, und das Büro von Pfarrverbandsleiter Pastötter. Seit 2019 steuert Verbundleiter Lambert Bart aus seinem Pfarrhofbüro für die drei Pfarrverbände Wartenberg, Bruckberg und Reichenkirchen die finanziellen Aufgaben. Zudem wohnt Pfarrvikar Edward Stupak seit zwei Jahren im ersten Stock, und seit 28 Jahren ist die Gemeindebücherei im Erdgeschoss beheimatet. Auch während der Sanierung haben Pfarrbüro und Bücherei zu den bekannten Zeiten geöffnet.

THOMAS OBERMEIER

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