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In der vollen Gaststube im Gasthaus Rauch versuchten Wahlleiter Hans Wiesmaier (r.) und der bisherige Frohsinn-Schützenchef Hermann Klobensteiner (l.) vergeblich, einen neuen Schützenmeister zu finden.

Frohsinn Reichenkirchen

Kein Schützenmeister im Visier

Grucking – Ein Verein mit 149 Mitgliedern und vielen Jugendlichen, aber niemandem, der die Verantwortung übernimmt: Die Frohsinn-Schützen Reichenkirchen stehen ohne Schützenmeister da.

Freitag, der 13., machte für die Frohsinn-Schützen Reichenkirchen seinem Ruf alle Ehre. Bereits bei seiner einstimmigen Wiederwahl vor zwei Jahren hatte Hermann Klobensteiner angekündigt, dass das seine letzte Amtszeit als Schützenmeister der Reichenkirchner Frohsinn-Schützen werde. Am Freitag war in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Rauch von den 60 anwesenden Mitgliedern keiner bereit, seine Nachfolge anzutreten.

Vorab geführte Gespräche, einen Nachfolger zu finden, waren ergebnislos geblieben. „Jetzt bin ich enttäuscht“, sagte Wahlleiter Bürgermeister Hans Wiesmaier, der vergeblich versucht hatte, die Führungsposition zu besetzen. Dabei steht der Verein, der vor fünf Jahren sein Vereinslokal von Reichenkirchen nach Grucking gewechselt hatte, finanziell, sportlich und gesellschaftlich bestens da. Und ausgerechnet dieses Jahr im März sind die Frohsinn-Schützen Ausrichter des Sektionsschießens.

Letztendlich ließ der sichtlich angesäuerte Klobensteiner, der seit acht Jahren an der Spitze steht, seine Schützenkammeraden aber nicht im Stich. „Das Sektionsschießen mache ich noch, dann will ich aber bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im April einen Nachfolger sehen“, kündigte er an und erntete Dankesrufe und Applaus aus den Reihen seiner Mitglieder.

Zuvor hatte der scheidende Schützenmeister letztmals auf ein gutes Vereinsjahr mit vielen Ereignissen zurückblicken können. Die Schützen waren bei den Gründungsfesten des FC Fraunberg und der SG Reichenkirchen dabei, haben einen Hochtszeitsbaum aufgestellt und erstmals die Bewirtung beim Kriegerjahrtag im Reichenkirchner Pfarrheim übernommen. Michaela Obermaier hat die Frohsinn-Homepage neu gestaltet. Klobensteiners besonderer Dank ging an die Gruckinger Germania-Schützen sowie an die Wirtsleute Marlene und Rudi Rauch für das „hervorragende Miteinander“ in seiner Amtszeit.

Jugendleiter Sepp Dafinger freute sich: „Der Nachwuchs boomt. 15 Junge sind derzeit regelmäßig an den Schießständen und haben bei Sektionsschießen ebenfalls schon tolle Preise erzielt.“ Schriftführer Markus Maier hatte bei seinem detaillierten Jahresbericht alle Aktivitäten des Vereinsjahrs lückenlos festgehalten – vom erfolgreichen Kinderfasching über den Ausflug zusammen mit der Feuerwehr nach Passau und Aldersbach bis zur jährlichen Radtour zusammen mit den Fraunberger Hubertus-Schützen.

Aus sportlicher Sicht belegte die erste Mannschaft in der Gauliga den zweiten Platz, und die zweite Mannschaft holte die Meisterschaft der B-Klasse, berichtete Eva Schraufstetter stellvertretend für ihren Mann, Sportleiter Bernhard Schraufstetter. Anton Gruber wurde mit einem 23,5 Teiler Schützenkönig.

Beim Sektionsschießen der Germania Schützen in Grucking wurde der 4. Platz belegt. 54 Frohnsinn-Schützen hatten teilgenommen, was bei der Meistbeteiligung für den ersten Rang reichte.

Kassierin Irmi Müller konnte trotz Anschaffungen von einem Laptop, einem Schießschrank und einem Jugendgewehr von einem gutem Kassenstand berichten. Aufgrund der höheren Gauabgaben pro Mitglied (+ 1,30 Euro) wurden die Beiträge angehoben. Der Jahresbeitrag der Schüler beträgt künftig zehn Euro, die Jugend zahlt 15 Euro und die Damen 25 Euro. Bei den Herren werden 30 Euro fällig, wovon 15,60 Euro an den Gau gehen.

Thomas Obermeier

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