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Für viele Lacher sorgte Klostergärtner Peter Gasteiger (l.) mit seinen Tipps zur Schneckenbekämpfung.

Gartenbauverein Reichenkirchen 

So geht es den Schnecken in Reichenkirchen an den Kragen

Klostergärtner Peter Gasteiger gibt den Mitgliedern des Reichenkirchener Gartenbauvereins wertvolle Tipps für die Schneckenbekämpfung. 

Reichenkirchen Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Gaststube im Gasthaus Forsterhof bei der Jahreshauptversammlung des Reichenkirchener Gartenbauvereins. Unter anderem ging es um die Schneckenbekämpfung.

Vorsitzende Michaela Scheffzick blickte auf die vielen Aktivitäten des Vereins mit 130 Mitgliedern zurück. Ein Höhepunkt war der Vereinsausflug im August nach Pocking zur Straußenfarm und zum Moyer Hof in Aschau.

Für heuer kündigte die Vorsitzende das Mitwirken am Blütenfest am 6. Mai im Kreisobstlehrgarten in St. Wolfgang mit einem Stand an. Beim Ferienprogramm der Gemeinde wolle man sich auch beteiligen. Für Fronleichnam sei wieder ein Blumenteppich geplant. „Der Ausflug am 22. September führt uns heuer nach Atting zum Schreyerhof und nach Osterhofen in einen Wildkräutergarten“, sagte Scheffzick.

Kassierin Liese Peis berichtete von einem Plus von 125 Euro. Vizebürgermeister Hans Rasthofer lobte die Arbeit von Scheffzick mit ihren Garlerinnen und lud sie für das nächste Treffen zur Reichenkirchner Dorfplatzgestaltung ein. „Da habt ihr die größere Erfahrung“, meinte Rasthofer.

Passend zur beginnenden Gartensaison gab Peter Gasteiger, ein 33-jähriger Klostergärtner aus Gars am Inn, nützliche Tipps für die effektive Schneckenbekämpfung. Um der Plage einigermaßen Herr zu werden, sei es wichtig, die Lebensweise der Tiere zu kennen. „Der globale Wandel bringt zudem laufend neue Schneckenarten zu uns“, meinte er.

„Die Schneckenbekämpfung ist eine Kunst“, sagte Gasteiger. Als sinnvoll sieht er altbewährte Methoden wie Absammeln, Köder- und Bierfallen, Beeteinfassung sowie Enten- und Hühnerhaltung. Außerdem nannte er indirekte Abwehrmaßnahmen wie zum Beispiel Bodenbearbeitung, Gießen, Mulchen, Kompostanwendung oder die Förderung natürlicher Gegenspieler und Feindpflanzen, also Aromapflanzen wie Thymian, Pfefferminze oder Salbei.

Von chemisch-synthetischen Mitteln wie Schneckenkorn riet er ab. Diese enthielten Stoffe, deren Wirkung mit sinkender Temperatur oder bei Beregnung rasch nachließen und zudem für andere Tierarten wie Regenwürmer, Käfer und Igel gefährlich seien. Auch Salz habe im Garten nichts zu suchen. Die wirkungsvollste Methode sei es, die gesammelten Schnecken mit kochendem Wasser zu übergießen. In seinem humorvollen Vortrag ermunterte Gasteiger die Zuhörer, trotz der Schnecken die Freude am Garteln nicht zu verlieren. Tom Obermeier

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