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Fraunberg will Tempo 60 beim Gewerbegebiet Tittenkofen

Die Gemeinde Fraunberg beschließt ein Tempolimit 60km/h beim Gewerbegebiet Tittenkofen

Fraunberg – Mehrfach war das Gewerbegebiet Tittenkofen Thema in der Sitzung des Fraunberger Gemeinderats. Zum einen verabschiedete das Gremium den Auslegungsbeschluss für die Erweiterung des Areals sowie die Vergabe-Richtlinien an mögliche Bauwerber. Außerdem schlägt die Gemeinde ein Tempolimit von 60 km/h auf der angrenzenden Straße nach Grucking vor.

„Wir wollen auf der erweiterten Fläche des Gewerbegebiets vor allem Betriebe und nur ein Viertel Wohnnutzung“, legte Bürgermeister Hans Wiesmaier fest. Wohnungen, etwa für Betriebsleiter oder Arbeiter, sollen dort nur in den Obergeschossen der neuen Gebäude erlaubt sein. Herbergen oder ein Hotel sind nicht zulässig.

Derzeit sind drei Parzellen und eine Erschließungsstraße geplant, über die finale Aufteilung muss der Gemeinderat noch entscheiden. Zwar gibt es laut Verwaltung bereits zwölf Bauwerber. Doch die Gemeinde will noch einmal für das Gewerbegebiet werben und dann die möglichen Nutzer auswählen.

Und es soll eine Klausel geben, nach der ein Käufer sein Grundstück der Gemeinde wieder zum Rückkauf anbieten muss, wenn er nicht innerhalb von zwei Jahren nach Kauf das Gelände für einen Gewerbezweck nutzt. Sollte sich der geplante Bau merklich verzögern, hat die Gemeinde Anspruch auf einen erhöhten Kaufpreis.

Entlang dieses Erweiterungsgeländes verläuft die Gemeindeverbindungsstraße von Tittenkofen nach Grucking. An dieser Straße befindet sich sowohl eine Bushaltestelle (Südstraße) als auch etwa auf halber Strecke ein Aussiedlerhof. Bisher kann laut geltendem Recht auf der Verbindung nach Grucking maximal 100 km/h schnell gefahren werden – mit Ausnahme der Haltestelle, an der ein Limit von 70 Kilometern pro Stunde gilt. Weil jedoch auf der Straße immer mehr Verkehr herrscht und offenbar viele Autofahrer zu schnell unterwegs sind, bekam die Verwaltung einige mündliche Anträge besorgter Bürger. Unter anderem hatte sich auch der Landwirt des Aussiedlerhofes, Hubert Graf jun., für ein Limit ausgesprochen: „Wenn ich mit dem Traktor auf die Straße einbiegen will, habe ich nur eingeschränkte Sicht, vor allem jetzt, wo der Mais hoch steht.“ Falls sich dann ein Auto zu schnell nähert, könne es gefährlich werden.

Nach einiger Diskussion entschloss sich der Gemeinderat, beim Landratsamt ein Tempolimit von 60 km/h für die gesamte Strecke zu beantragen. Bis auf Traudl Fischer (WG Fraunberg) stimmten alle diesem Vorschlag zu.

Zusätzlich soll ein Schild „Gefährliche Ausfahrt“ vor dem Hof auf die prekäre Situation hinweisen. „Falls ein Limit durchgeht, werden wir natürlich auch blitzen müssen, und es wird dabei vermutlich nicht nur Auswärtige erwischen“, wagte der Rathauschef eine erste Prognose. Friedbert Holz

Rubriklistenbild: © dpa / Marcus Führer

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