Gemeinderat Fraunberg 

Radweg scheitert am fehlenden Grund

Ein Radweg, eine Geschwindigkeitsbeschränkung und eine verschwundene Ausweichstelle beschäftigten jetzt den Fraunberger Gemeinderat.

Fraunberg– Der Gemeinderat hat begonnen, die Wortmeldungen aus den Bürgerversammlungen abzuarbeiten. „Bei uns ist Brauch, dass keine Wortmeldung verloren geht“, sagte Bürgermeister Hans Wiesmaier und ging alle Themen durch.

Die Strogenstraße von Fraunberg nach Helling wird durchgängig auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt. Einem Bürger war aufgefallen, dass die Beschilderung mindestens unzulänglich ist: In die eine Richtung darf danach schneller gefahren werden als in die andere. Die Verwaltung war dem Hinweis nachgegangen, und siehe da: „Der Bürger hat Recht!“ Wiesmaier zeigte sich dankbar und ließ einen neuen Beschilderungsplan erstellen, der der Straßenverkehrsordnung entspricht. Diesen winkte nun der Gemeinderat ohne längere Debatte durch.

Auch ein anderes Verkehrsproblem löste der Gemeinderat: Bei der Flurbereinigung waren seinerzeit Straßen mit nur drei Metern Breite erstellt worden, die einen Begegnungsverkehr nicht zulassen. Weil das damals schon erkannt wurde, hatten die Planer Ausweichstellen vorgesehen. Diese sind aber in mindestens einem Fall verschwunden und in einen benachbarten Acker integriert worden. Das soll jetzt behoben werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, eine Vermessung in Auftrag zu geben. Dann wird der Bauhof vor der nächsten Frühjahrsbestellung die Ausweichstelle wieder herstellen.

Um den ruhenden Verkehr geht es in einer weiteren Wortmeldung aus der Bürgerversammlung: Auf dem Kirchplatz in Riding soll der Parkplatz verbessert werden. Wiesmaier regte eine Ortseinsicht an, denn hier könnten ganz schnell erhebliche Kosten auflaufen.

Zum Wunsch nach einem Fußweg von Fraunberg zum so genannten Flurbereinigungsspielplatz berichtete Wiesmaier, dass ein Ortstermin mit Polizei, Straßenbauamt und Landratsamt stattgefunden habe. Das ernüchternde Ergebnis: „So einfach, wie wir gemeint haben, geht es doch nicht.“ Es müsste ein Eingriff ins Gelände erfolgen, das teilweise auf Privatgrund liege. Andererseits könnte man hier mit dem Landkreis ins Gespräch kommen. Und dann müsse man die Kostenseite sehen. Wiesmaier nannte eine grobe Schätzung von 60 000 Euro, was im Gemeinderat zu erschrockenen Reaktionen führte. Es kam im Gremium die Frage auf, ob sich das überhaupt rentiere bei einem Fest im Jahr, das dort stattfinde. Andererseits könnte es ein schöner Spazierweg werden, der dann auch mehr genutzt werde.

Zunächst will Wiesmaier mit dem Landratsamt wegen der Grundstücksfrage sprechen. Dann findet ein weiterer Ortstermin statt, diesmal mit dem Gemeinderat und dem Antragsteller aus der Bürgerschaft, um zu einer Lösung zu kommen.

Der Wunsch nach einem Radweg von Reichenkirchen nach Grucking besteht weiter, allerdings scheitert das Vorhaben nach wie vor an der Grundstücksverfügbarkeit. In einer der Bürgerversammlungen wurde das Thema wieder angesprochen. Wiesmaier musste nun berichten, dass aktuell wenig Hoffnung besteht, das Vorhaben noch zu realisieren. „Ein Grundstück brauchen wir noch“, sagte er zum aktuellen Stand der Verhandlungen. Beim Landkreis habe er das Vorhaben auch für 2017 wieder angemeldet, aber das sei auch alles, was er in dieser Sache tun könne.

Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa

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