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Architekt Jakob Oberpriller (2. v. r.) überreichte des symbolischen Schlüssel des Gemeindezentrums an die drei Fraunberger Bürgermeister (v. l.) Hans Rasthofer, Anni Gfirtner und Hans Wiesmaier.

Offizielle Einweihung gemeindezentrum fraunberg

Das Herz von 42 Ortschaften

Fraunberg – Nun ist das neue Fraunberger Gemeindezentrum auch offiziell eingeweiht. Zahlreiche Besucher bestaunten am Sonntag unter anderem das große Schild, das sämtliche Gemeindeteile auflistet.

„Heute ist ein besonderer Tag, denn tief verwurzelt in unserer Geschichte wagen wir Neues“: So umschrieb Bürgermeister Hans Wiesmaier die gestrige Einweihung des neuen Fraunberger Gemeindezentrums. Dazu waren nicht nur viele Ehrengäste aus der lokalen Politik gekommen, auch der örtliche Nachwuchs hatte seinen Part: Kindergarten-Kinder und Grundschüler durften den Festakt eröffnen. Die Kleinsten hatten sogar ein eigenes Lied über Fraunberg erfunden. Kinderhaus-Leiterin Anita Steinbichler übergab dem Bürgermeister einen Segensspruch.

Die Schüler der dritten und vierten Klassen hatten ebenfalls eine Abordnung gesandt, die zusammen mit Lehrkräften „Aber heit is a Dog, der mi freit“ intonierte und durch Schulleiterin Gisela Leitsche ein Gemeindewappen mit den Köpfen aller derzeitigen Schüler überreichte.

Jetzt erst durfte der Gemeinderat das neue Ortsschild draußen am Zentrum enthüllen. Es zeigt die Namen aller 42 Ortsteile, friedlich vereint auf einer beleuchteten Tafel. Drinnen im neuen Bürgersaal schließlich, bei nicht mehr ganz so frostigen Temperaturen, ging der Gemeindechef anhand einer kleinen Bilderschau noch einmal auf die wichtigsten Baustufen ein: „Wir haben mit diesem modernen Gebäude ein Zeichen gesetzt und blicken so in eine gute Zukunft.“

Diese Meinung vertrat auch Umweltministerin Ulrike Scharf, die prominenteste Bürgerin der Gemeinde. „Meine Familie und ich leben gerne hier, und wir wollen diese Lebensqualität keinesfalls missen“, sagt sie. Dass früher ein Rathaus alles andere als selbstverständlich war, daran erinnerte Landrat Martin Bayerstorfer. Heute jedoch müsse eine Gemeindeverwaltung als „Vollsortimenter“ arbeiten, „die Menschen müssen sich aufgehoben fühlen“. Dieses Gefühl spüre er in Fraunberg in hohem Maße. Bayerstorfer lobte das Bauwerk: „Das Geheimnis seiner Eleganz liegt in seiner Schlichtheit.“

Peter Selz, Behördenleiter des Amts für Ländliche Entwicklung, hob in seinem Grußwort vor allem das Geschick der Gemeinde hervor, in ihrer Entwicklung Großes zu leisten und Fördermittel zu bekommen. „Auch ich habe – es ist ja kurz vor Weihnachten – für Fraunberg 200 000 weitere Euro lockermachen können. Insgesamt erhält die Gemeinde rund 900 000 Euro für dieses neue Haus.“

Bürgermeister Wiesmaier bekam den symbolischen Schlüssel von Architekt Jakob Oberpriller aus Hörmannsdorf überreicht. „Es war ein Kraftakt, aber wir haben letztlich einen Bau geschaffen, der sich wunderbar einfügt in seine historische Umgebung von Schloss und Kirche.“ Damit auch Gottes Gunst stets über dem neuen Gemeindezentrum liegt, verliehen Pfarrer Cezary Liwinski, Diakon Christian Pastötter und Dieter von Fraunberg gemeinsam den ökumenischen Segen.

Friedbert Holz

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