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500 Euro übergab das katholische Landvolk Reichenkirchen der Nachbarschaftshilfe. Darüber freuen sich (v. l.) Maria Pfanzelt, Irene Lippeck, Michael Maier, Bärbel Hintermeier, Katharina Ciomperlik, Claudia Haindl und Claudia Gruber.

Nachbarschaftshilfe Fraunberg

Hilfe für Flüchtlinge geht in Freundschaft über

Grucking – Beeindruckende Zahlen präsentierte Vorsitzende Katharina Ciomperlik in der Jahreshauptversammlung der Fraunberger Nachbarschaftshilfe „JAa!“ im Gruckinger Gasthaus Rauch. Die 42 Helfer des Vereins haben bei 552 Einsätzen gut 1400 Stunden Hilfe geleistet und dabei knapp 12 000 Kilometer zurückgelegt. Dafür bedankte sich Bürgermeiter Hans Wiesmaier, der sagte: „Wir haben zwei Probleme: die wenigen Nachbarschaften und, dass sich Bürger nicht trauen, zu sagen, ich brauche Hilfe. Keiner in unserer Gemeinde braucht sich zu fürchten oder zu schämen. Jeder kann sich unserer Nachbarschaftshilfe anvertrauen.“

Ciomperlik berichtete unter anderem vom Auftritt bei der Seniorenmesse in Wartenberg. Ein Höhepunkt sei das dreimalige Begegnungs-Flüchtlingstreffen im Maria Thalheimer Pfarrheim gewesen. Ciomperlik bedankte sich bei Barbara Gaab von der Caritas für die Erstattung von pro Kopf fünf Euro bei Flüchtlingsfahrten. Hansjörg Walther werde künftig die Abteilung Flüchtlingshilfe leiten. Zudem bestehe bereits Kontakt zur Flüchtlings-Jugendgruppe in Bachham, die man unterstützen wolle.

Viel zu berichten hatte Einsatzleiterin Rita Sainer, die mit Christel Rasthofer und Elvira Stulberger die Hilfseinsätze koordiniert. Sie sagte, dass sie sich über weitere Helfer freuen würde. Die Kommunikation mit den Helfern funktioniere bereits sehr gut: „Damit können wir den verschiedensten Hilfsanforderungen in den Bereichen Handwerk, Besuchsdienst, Hausaufgaben- und Kinderbetreuung, Computerhilfe und Fahrdienst ganz gut gerecht werden. Vor allem neu Zugezogene nehmen unser Angebot häufig wahr, aber auch viele Ansässige beanspruchen unseren Besuchsdienst“, sagte Sainer.

Den größten Aufwand verlangte die Betreuung der 32 Flüchtlinge in Grucking, um die sich Walther ehrenamtlich mit acht weiteren Helfern kümmert. „Unser Bemühen trägt Früchte, weil wir keine Probleme mit den Flüchtlingen haben“, sagte Walther. „Sie sind alle sehr menschlich, liebenswert und höflich. Das geht manchmal schon in Freundschaft über.“ Mittlerweile seien vier der Familien anerkannt. Vorbildlich hätten die Fußballer der SG Reichenkirchen die Flüchtlinge ins Training mitgenommen und ihnen auch noch Fußballschuhe spendiert. Egon Weiß erzählte, dass zwei Flüchtlinge in Wartenberg erfolgreich ein Praktikum als Zahntechniker und Pflegekraft im Seniorenheim absolviert hätten.

Schon seit Jahren gibt es in Fraunberg besondere Freizeitangebote. Seit ihrer Gründung vor zwei Jahren bietet die Nachbarschaftshilfe Lesecafé, Aquarell- und Acrylmalen, eine Handarbeitsgruppe sowie das saisonale Basteln mit Papier an.

Positive Zahlen hatte Schatzmeisterin Irene Lippeck vorzuweisen. Dank vieler Spenden von insgesamt gut 1000 Euro und den Beiträgen der 108 Vereinsmitglieder seien derzeit rund 6500 Euro in der Kasse. Der Betrag sei als Rücklage für einen künftigen Wagen zur Personenbeförderung angedacht.

Michael Maier vom katholischen Landvolk Reichenkirchen übergab Ciomperlik mit einigen Kolleginnen einen Spendenscheck über 500 Euro. Das Geld stammt aus dem Erlös des jährlichen Fastenessens im Pfarrheim. Sozialpädagogin Roswitha Keil, Leiterin der Jugend-Flüchtlingsgruppe in Bachham, freute sich außerdem über zwei von der Schreinerei Westermaier aus Kleinthalheim gespendete Laptops. Die Bürger haben ebenso bereits fleißig Fahrräder abgegeben.tom obermeier

Informationen

zur Nachbarschaftshilfe gibt es werktags unter Tel. (01 62) 3 12 01 99 oder im Internet unter www.nbh-fraunberg-jaa.de.  

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