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Die neue Tracht kommt in letzter Minute

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Die Immergrün-Aktiven präsentierten sich beim historischen Gruppenfoto in neuem Gewand, andere Mitglieder hatten sich ebenfalls mit Tracht herausgeputzt. Das Bild zeigt unter anderem Schirmherr und Bürgermeister Hans Wiesmaier (vorne, 5. v. l.), Schützenmeisterin Heidi Wegmann (9. v. l.), rechts neben ihr die amtierende Schützenkönigin Valentina Schäffler und ganz rechts den 2. Schützenmeister und Fähnrich Franz Obermeier jun.
Die Immergrün-Aktiven präsentierten sich beim historischen Gruppenfoto in neuem Gewand, andere Mitglieder hatten sich ebenfalls mit Tracht herausgeputzt. Das Bild zeigt unter anderem Schirmherr und Bürgermeister Hans Wiesmaier (vorne, 5. v. l.), Schützenmeisterin Heidi Wegmann (9. v. l.), rechts neben ihr die amtierende Schützenkönigin Valentina Schäffler und ganz rechts den 2. Schützenmeister und Fähnrich Franz Obermeier jun. © Thomas Obermeier

Mit einem großen Heimatabend sind am Donnerstag die Thalheimer Immergrün-Schützen in ihre viertägigen Feierlichkeiten anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens gestartet.

Maria Thalheim – Zunächst stand auf dem Dorfplatz vor der Wallfahrtskirche ein Termin fürs Gruppenfoto an, bei dem sich die Schützen voller Stolz in ihrer neuen Vereinskleidung präsentierten und die neun Thalheimer Jagdhornbläser zünftig aufspielten. Anschließend wurde, angeführt vom Daferlbua Andreas Flossmann und Fähnrich Franz Obermeier jun., zu deren Klängen zur Festhalle gezogen. Dort gab es für den Festverein freudigen Applaus von den Bürgern und Salutschüsse einer Abordnung der Fraunberger Böllerer.

In der zur Festhalle umdekorierten Stockschützenhalle zapfte Bürgermeister und Schirmherr Hans Wiesmaier gekonnt wie eh und je das erste Fass Taufkirchner Festbier mit nur zwei Schlägen an und wünschte einen guten Verlauf. Die Jagdhornbläser spielten noch einige Stücke, bevor die Doihamer Musikanten unter Leitung von Lambert Bart für Musik auf der Bühne sorgten. Georg Bart hatte die Halle verkabelt und Lautsprecher aufgebaut.

Schützenmeisterin Heidi Wegmann wünschte sich ein unvergessliches Fest. „Die letzten Tage waren der Wahnsinn“, sagte sie. Nun freue sie sich, dass es endlich losgehe und dankte allen, die zuletzt mit großem Engagement, unterstützt von den heimischen Betrieben, zum Gelingen beigetragen hatten. „Das war großes Kino“, befand Wegmann.

Ein besonderer Dank unter großem Applaus ging an den SSV Maria Thalheim, der seine Stockbahnhalle zur Verfügung gestellt hatte, sowie an Manfred Limmer, der das Bühnenbild gemalt hatte.

„Auch unsere Feuerwehr unterstützt uns – mit Parkplatzeinweisung und Absperrungen. Fast wäre es ja schiefgegangen“, berichtete Wegmann. „Erst am Nachmittag, in letzter Minute, sind die neuen Hemden und Trachtenstrümpfe eingetroffen.“

Die Schützenmeisterin blickte voller Stolz zurück auf die Höhepunkte der vergangenen 25 Jahre seit dem letzten Fest, dem 100-Jährigen 1997. Andreas Häusler holte 2000 den deutschen Meistertitel und gehörte lange dem Nationalkader an. „Als erster Verein im Schützengau Erding haben wir 2003 moderne elektronische Schießanlagen im Keller des Pfarrheims gebaut. Zudem waren wir Patenverein bei unseren Nachbarn Gemütlichkeit Oberbierbach und Waldesruh Rappoltskirchen, und 2020 haben wir unseren Schießstand wieder modernisiert“, erzählte Wegmann.

Wiesmaier gratulierte den Schützen zum Jubiläum und meinte: „Unsere Zeit braucht so etwas, einen positiven Spirit. Ihr werdet’s alle gebraucht, denn wenn wir uns nicht selber helfen, hört sich alles auf.“ Der Vereinsname Immergrün sage ja alles: „Weiterwachsen!“

Ein Heimspiel hatte Gauschützenmeister Klaus Waldherr, der seit eineinhalb Jahren im Ort wohnt. „Hier zählt nicht nur die Tradition, hier zählt auch die Gemeinschaft“, lobte er. Nach einem Ehrungsmarathon (Bericht folgt) überreichte er Fähnrich Obermeier den Gau-Fahnennagel, als gutes Ohmen für einen gelingenden Festtag am Sonntag mit Weißwurstfrühstück, Gottesdienst und Festzug. Er selbst muss passen und den Gau beim Schützenumzug auf dem Oktoberfest vertreten. Am Freitagabend gab‘s ein Weinfest, am Samstag steht ein Kabarettabend mit Stefan Otto auf dem Programm.

Thomas Obermeier

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