feuerwehr fraunberg

„Jeder Neue ist ein Glücksfall“

Der Fraunberger Feuerwehrkommandant Georg Daschinger freut sich über drei Neuzugänge. Bei der Tagesalarmsicherheit sei die Wehr aber „am unteren Limit“.

Fraunberg – „Großartige 1525 freiwillige Übungs- und Ausbildungsstunden haben die 35 Aktiven der Fraunberger Feuerwehr 2016 erbracht“, berichtete Kommandant Georg Daschinger in der Jahresversammlung am Samstag voller Stolz. Außerdem verkündete er im Vereinsheim des FC Fraunberg den Vorstandsbeschluss, das traditionelle Dorffest nach zehn Jahren vor dem Feuerwehrgerätehaus wieder in der Ortsmitte zu veranstalten – am neuen Gemeindezentrum.

Mit nur zehn Einsätzen und weiteren elf auf freiwilliger Basis sei 2016 ein ruhiges Einsatzjahr gewesen. Alarmiert wurden die Fraunberger bei Verkehrsunfällen, überschwemmten Straßen, vollgelaufenen Kellern und einer Personenrettung. Zudem wurde im Oktober eine Großübung in der Wartenberger Klinik abgehalten. „Der schönste Einsatz war im Kinderhaus, wo die Kinder erste Erfahrungen mit der Kübelspritze machen durften“, erzählte der Kommandant.

Durch Weiterbildungen bei Lehrgängen hat Thomas Daschinger den Leiter Atemschutz, Ausbilder in der Feuerwehr und den Ausbilder Fachmodul Atemschutz absolviert. Tobias Ott hat den Gruppenführer gemacht und Michael Treske, Stefan Wagner und Thomas Daschinger haben am First-Responder-Einsatztag teilgenommen.

Besonders freuen den Kommandanten die drei Neuzugänge Tanja Benner, Markus Nettinger und Hubert Lex. „Gerade in einer Zeit, in der bei vielen Feuerwehren die Tageseinsatzsicherheit von 6 bis 18 Uhr nicht mehr gewährleistet werden kann, ist jeder neuer Feuerwehrkamerad ein Glücksfall. Aktuell befinden wir uns trotzdem am unteren Limit“, meinte Daschinger.

Gut läuft es beim Atemschutzbeauftragtem Thomas Daschinger, der mit seinen derzeit 14 Atemschutzträgern 158 Ausbildungsstunden absolviert hat. Mit Thomas Rosenhuber und Andreas Neumaier waren sogar zwei Neue dazugestoßen. Ein Erfolg war der erstmals intern veranstaltete Atemschutz-Trainingstag im Sommer, an dem zwei Szenarien in verschiedenen verrauchten Gebäuden bewältigt werden mussten. „Dabei hat uns die Jugendfeuerwehr hervorragend unterstützt“, bedankte sich der Atemschutzbeauftragte.

Jugendwart Tobias Ott hatte zusammen mit Albert Daschinger mit den acht Jugendfeuerwehrlern insgesamt 165 Stunden im Jugendbereich geleistet. Dabei haben die Jugendlichen neben den regelmäßigen Übungen das bronzene Abzeichen Jugendflamme abgelegt und einen Wissenstest absolviert.

Vorsitzender Albert Daschinger berichtete im Jahresrückblick von den Aktivitäten der aktuell 144 Mitglieder. Kassier Georg Daschinger hatte trotz Ausgaben von 900 Euro für den Umkleidebereich der Jugendfeuerwehrler ein Plus von 2000 Euro erwirtschaftet. Grund dafür war die nun volle Erstattung der Gemeinde für die vor zwei Jahren gekauften Wärmebildkamera. „Dabei geht es um Eigenschutz“, begründete Vize-Bürgermeister Hans Rasthofer diese Entscheidung. Weiter kündigte er an, bei der Ersatzanschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs noch die derzeitige Auswertung der Bedarfsplanung abzuwarten, „dann wissen wir, was für ein Fahrzeug es werden soll“.

„Dank der gut gefüllten Vereinskasse können wir uns Gedanken machen, unsere Fahne zu restaurieren, das ist dringend notwendig“, meinte der Vorsitzende. 4000 bis 5000 Euro werde das schon kosten, nun sollen Angebote eingeholt werden.

Thomas Obermeier

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