Immer wieder unter Wasser: Auch die Staatsstraße 2082 in Riding ist bei Starkregen beeinträchtigt. Das Wasser fließt aber auch in die anliegenden Grundstücke. F: Privat
+
Immer wieder unter Wasser: Auch die Staatsstraße 2082 in Riding ist bei Starkregen beeinträchtigt. Das Wasser fließt aber auch in die anliegenden Grundstücke.

Fraunberger Gemeinderat beschließt Kamerafahrt durch die Rohre – Querungsrinne geplant

Kampf gegen das Ridinger Hochwasser

  • Friedbert Holz
    vonFriedbert Holz
    schließen

Im Kampf gegen das immer wieder auftretende Hochwasser in Riding tut sich was. Der Gemeinderat hat erste Lösungsansätze ins Visier genommen.

Fraunberg – Der Ortsteil Riding ist nach Starkregen immer wieder an einigen Stellen Opfer von Hochwasser. Dies geht auch aus einer Starkregen-Gefahrenkarte hervor, die der Gemeinde als Analyse eines Fachbüros vorliegt. Jetzt soll vor allem im nördlichen Teil der Wartenberger Straße Abhilfe geschaffen werden, wie der Gemeinderat einstimmig beschloss.

„Wegen der hügeligen Topografie und des großen Einzugsbereichs aus den umliegenden Feldern kann sich nach einem starken Regen hier besonders viel und vor allem auch sehr schnell Wasser sammeln. Zudem ist die Straßenoberfläche etwas geneigt, sodass dieses Wasser in die angrenzende Bebauung fließt“, umriss Bürgermeister Hans Wiesmaier die missliche Situation dort. Ein Rückhalte-System sei hier nicht machbar, auch gebe es an dieser Stelle keine verfügbaren Rezessionsflächen. Als erster Schritt wurde nun beschlossen, eine Kamerafahrt durch die teilweise alten Rohre zu veranlassen, um deren Zustand und Durchfluss festzustellen. Danach soll als hoffentlich wirksame Abhilfe eine Querungsrinne in der Kirchfeldstraße eingebaut werden, um Hochwasser bei Bedarf ableiten zu können.

In diesem Zusammenhang sprach Friedhelm Eugel, Geschäftsleiter der Verwaltung, auch nochmals das generelle Entwässerungssystem der Gemeinde an: „Wir haben, vor allem in den Straßen von Fraunberg und Maria Thalheim ein Mischwassersystem. Dabei laufen Regen- und Schmutzwasser gemeinsam in den Rohren. Beim Trennsystem, einer weiteren von insgesamt drei Anwendungsarten bei uns, sind diese Wassersorten jedoch getrennt. Schließlich ist für jedes Grundstück eine Zisterne notwendig. Sie ermöglicht nicht nur einen Regenwasser-Rückhalt, sie liefert damit auch Brauchwasser.“

Auf Nachfragen aus dem Gremium bestätigte Bürgermeister Wiesmaier, dass bei jedem Neubau oder jeder Neuversiegelung von Grund eine ganz individuelle Neubewertung hinsichtlich der Wasserableitung erfolgen müsse.

Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, die jeweilige Bürgerschaft in den besonders betroffenen Hochwasser-Gebieten zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Dabei hätten dann auch individuelle Maßnahmen vor Ort besprochen werden können. Das Ganze fiel Corona zum Opfer, soll aber möglichst nachgeholt werden. Auch plant die Verwaltung zum Thema Abwasserbeseitigung eine generelle Veranstaltung im Bürgersaal mit persönlicher Voranmeldung. Nähere Infos dazu wird es im Amtsblatt der Gemeinde geben.

Friedbert Holz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare