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Kita-Verwaltung in größerem Verbund? Fraunberg skeptisch

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Von: Friedbert Holz

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Hans Wiesmaier
Hans Wiesmaier © CSU

Zwischen der Katholischen Kirche als Träger, dem Ordinariat der Diözese Freising-München und der Gemeinde Fraunberg besteht eine Betriebsträgervereinbarung für das Kinderhaus Sankt Florian. Nun stand diese Vereinbarung, eine Erweiterung des bisherigen Regelwerks, zur erneuten Beschlussfassung an, die der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend auch einstimmig genehmigt hat. Diese neue Vereinbarung gilt bis Ende 2023, denn dann steht unter Umständen eine gravierende Veränderung an.

Fraunberg - Die Diözese strebt an, auch die Fraunberger Kindertageseinrichtung in einen so genannten Verwaltungsverbund einzugliedern. Darin sind dann, wie schon in einigen Landkreisgemeinden angedacht oder umgesetzt, mehrere solcher Kindergärten und Krippen zusammengefasst. In einem derartigen Verbund, der augenscheinlich aus Effizienz-Erwägungen heraus von der Diözese geplant wird, sehen Vertreter von Gemeindeverwaltung und Kindergartenleitung aber auch einige Nachteile.

So meinte etwa Bürgermeister Hans Wiesmaier bei seinem Rückblick auf die Entstehung von Sankt Florian: „Abstimmungsprozesse können dann wohl nicht mehr auf kurzem und direkten Weg mit Träger, Gemeinde und Kinderhausleitung getroffen werden. Zudem stellt sich die Frage, wie ein Ausgleich zwischen den Einrichtungen eines Verbunds bezüglich Finanzen und Personal aussehen – gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt könnte das doch zu Verunsicherung führen. Und schließlich würden damit bestehende, gut funktionierende Strukturen in Frage gestellt.“

Bisher jedenfalls, so der Rathauschef, arbeiten Trägervertreter, vor allem in der Person von Diakon Christian Pastötter, und Kinderhausleitung um Anita Steinbichler eng zusammen. „Wir haben jede Woche einen festen Termin, um anliegende Themen zu besprechen, gehören, was die Teamarbeit angeht, sicher zur Spitze der Liga.“

Fraunberg sei nach der baulichen Erweiterung für zwei zusätzliche Gruppen – „mit zehn Gruppen sind wir jetzt ausgereizt“ – auf einem guten Weg zum geplanten Familienzentrum. Er rechne mit einem Bezug des Neubaus im Herbst kommenden Jahres, danach sollten die Außenanlagen in Angriff genommen werden, auch die derzeit noch als Bewegungsräume aufgestellten Container würden wieder entfernt.

„Die größte Herausforderung für uns bleibt, gutes und geeignetes Personal für das Kinderhaus zu finden“: Dies ist nach den Worten des Bürgermeisters auch ein wichtiger Posten, um eine weiterhin hohe Qualität für die Betreuung der Kleinsten in der Gemeinde zu gewährleisten.

Nicht zuletzt stelle die bisherige Verwaltungsstruktur sicher, dass eine solide Haushaltsplanung möglich sei. Immerhin finanziere die Gemeinde die Mehrheit aller anfallenden Kosten, auch mögliche Defizite.

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