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WG Maria Thalheim: Ein weiterer Gemeinderat für 82 Stimmen mehr

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Bei der Wahlkampfveranstaltung der Wählergemeinschaft Maria Thalheim ging es um „Heimat gestalten – miteinander Verantwortung übernehmen“. Auch Bürgermeister Wiesmaier kam zu Wort.
Über das große Interesse der Thalheimer Bürger freute sich die 3. Bürgermeisterin Fraunbergs, Anni Gfirtner (vorne am Pult), die die Wahlveranstaltung moderierte. Foto: Thomas Obermeier

Bei der Wahlkampfveranstaltung der Wählergemeinschaft Maria Thalheim ging es um „Heimat gestalten – miteinander Verantwortung übernehmen“. Auch Bürgermeister Wiesmaier kam zu Wort.

Maria Thalheim – Der Saal im Ristorante L’Italiano war wohl selten so voll wie bei der Versammlung der örtlichen Wählergemeinschaft, die mit 16 Kandidaten zur Kommunalwahl antritt. Als dritte und letzte Wählergemeinschaft stellte sie unter dem Motto „Heimat gestalten – miteinander Verantwortung übernehmen“ ihre Ziele für diese Teilgemeinde Fraunbergs vor.

Bislang sitzen fünf Mitglieder der Vereinigung im Gemeinderat, und diese Plätze wollen sie in jedem Fall wieder erreichen. Anni Gfirtner aus Oberbierbach, Sprecherin der Wählergemeinschaft Maria Thalheim und schon lange im Gemeinderat tätig, stellte sich selbst als Nummer drei der Liste vor. Danach bat sie auch die anderen 15 Personen aus dem bevölkerungsreichsten Ort der Gemeinde, sich und ihre jeweiligen Ziele zu präsentieren. Dabei bewarben sich insgesamt sieben Frauen und neun Männer im Alters zwischen 28 bis 67 Jahren um die Gunst der Wählerschaft.

ÖPNV-Ausbau und Radweg nach Fraunberg

Zu ihren Zielen gehören der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, endlich ein Radweg von Maria Thalheim nach Fraunberg, die Umsetzung der geplanten Schutzmaßnahmen bei Starkregen-Ereignissen sowie die Aufwertung des Friedhofs durch mehr Parkplätze, eine Beleuchtung und Urnengräber.

Außerdem wünschen sich die Thalheimer eine Umkleidekabine am Badeweiher und Ladestationen für Elektroautos in der Ortsmitte. Ein immer noch großes Ärgernis stellt nach ihrer Darstellung auch die schlechte Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk dar.

„Weiter machen heißt nicht passt scho“

Bürgermeister Hans Wiesmaier, der auch nach 24 Jahren im Amt des Rathaus-Chefs als einziger Kandidat ins Rennen geht, nimmt diese Alleinstellung mit Humor: „Ich brauch’ auch keinen anderen.“ Trotzdem sieht er für sich und den Gemeinderat noch viele Aufgaben in der Zukunft, denn „weiter machen heißt nicht passt scho‘. Wir sind immerhin eine Pionier-Gemeinde über den Landkreis hinaus, haben deutschlandweit viele Preise und Ehrungen geholt.“

In der wohl besten Zeit zu leben, die es je gab, bedeute, dass diese auch zu nutzen sei. Er sei stolz darauf, dass Fraunberg als Gemeinde noch alle Aufgaben selbst erledigen könne und keine Verwaltungsdefizite aufweise.

Anschließend erklärte Gfirtner den Anwesenden die Wahl-Modi verbunden mit der Bitte, dass die exakt 2937 Wahlberechtigten in Maria Thalheim auch alle ihr Wahlrecht nutzen. „2014 hatten wir eine Quote von 59,6 Prozent – das lässt sich noch steigern“, meinte Gfirtner. Sie hatte sogar ausgerechnet, wie es möglich wäre, einen sechsten Platz im Ratsgremium zu ergattern: Dazu müssten 82 Personen mehr die Thalheimer Liste auf dem Wahlzettel ankreuzen. 

Friedbert Holz

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Zudem können Sie sich in unserem Artikel zu den Landratswahlen über die dort antretenden Kandidaten informieren. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Erding.

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