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Die Hoffnungsträger der Fraunberger SPD (v. l.): Hans Kaspera (Bürgermeisterkandidat Langenpreising), Bijan Nowohozur, Christan Maier, Leni Faltermaier, Maria Schneller, Uta Freiwald, Eva Kopeki, Michael Gruber (Bürgermeisterkandidat Wartenberg) und Andreas Faltermaier. Krankheitsbedingt gefehlt hat Ingrid Schubert.

Kommunalwahl 2020

„Grüne haben nicht viel gerissen“: SPD setzt auf Klimarat

Spät, aber nicht zu spät hat die kleine Ortsgruppe der SPD in Fraunberg ihre Liste mit acht Kandidaten für die anstehende Gemeinderatswahl aufgestellt – ein Bürgermeister-Kandidat ist allerdings nicht dabei. Zu Gast im Privathaus von Andreas Faltermaier waren dafür die SPD-Bürgermeisterkandidaten für Wartenberg, Michael Gruber, sowie Hans Kaspera für Langenpreising gekommen.

Kemoding – Die Fraunberger hatten sich für das familiäre Treffen vorgenommen, nicht nur eine kompetente Liste aufzustellen, sondern zugleich auch eine Programmdiskussion zu führen. Sofern sie es in den Gemeinderat schaffen sollten, wollen sie den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Arbeitnehmer, Rentner und Jugend legen. Sie wollen sich, so ihr Sprecher Andreas Faltermaier, auch um diejenigen kümmern, die „still leiden“, nicht nur um die, die „laut schreien“.

Ein klares Bekenntnis gaben sie zur Umwelt ab. Dieses Thema möchten die Genossen für sich reklamieren, weil nach ihrer Meinung „die Grünen im Gemeinderat bisher nicht viel gerissen“ haben.

SPD-Spitzenkandidatin ist die 58-jährige Eva Kopeki, bekannt durch ihre Tätigkeit als Servicekraft in Wartenberg und durch ihr soziales Engagement zum Beispiel beim VdK. Sie gilt in den Bereichen Pflege und Soziales als Expertin. Den zweiten Platz nimmt der 64-jährige Faltermaier ein. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende und jetzige stellvertretende Vorsitzende der ver.di-Mitglieder in den Landkreisen Erding und Freising kann auf ein langes soziales Engagement zurückblicken.

Den dritten Platz nimmt die 38-jährige Maria Schneller ein. Die Mutter von zwei Kindern war einige Jahre Elternbeiratsvorsitzende des Kinderhauses in Fraunberg und ist jetzt Klassenelternsprecherin an der Grundschule. Beruflich ist sie als Diplombetriebswirtin bei der Deutschen Post DHL beschäftigt. Auf dem vierten Platz ist der 36-jährige Christian Maier, Vater von zwei Kindern, Ingenieur und Inhaber einer Ein-Mann-Computerfirma. Zusätzlich ist er im Elternbeirat der Grundschule Maria Thalheim aktiv.

Den fünften Platz belegt Uta Freiwald, 71. Jahrzehntelang war sie als Kostümbildnerin beim Theater und im Fernsehen tätig, ihr Großvater wurde als Gewerkschaftler und SPDler im Dritten Reich verfolgt und emigrierte. Sie ist in einigen sozialen Projekten und Selbsthilfegruppen engagiert. Ihr folgt auf Platz sechs Ingrid Schubert. Die einstige Verlagsangestellte gilt als Expertin für den öffentlichen Nahverkehr, den sie jahrelang genutzt hat. Der einzige Migrant, der 55-jährige Bijan Nowohozur, belegt Listenplatz sieben. Der CNC-Fräser flüchtete vor 16 Jahren aus dem Iran und ist seit acht Jahren Deutscher. Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit hat er am eigenen Leib erlebt. Für den achten Platz hat sich Leni Faltermaier bereiterklärt. Die 64-jährige war 30 Jahre bei einem Bekleidungshaus und später 15 Jahre als Postbotin beschäftigt, dabei war sie auch gewerkschaftlich tätig.

Diese acht Kandidaten wollen einen Klimarat in der Gemeinde einrichten, bei dem sich alle Bürger zum Thema Klima einbringen können, auch sollte nach ihrer Meinung Platz für ein Windrad gefunden werden. Mittelfristig müsse auch über den Neubau des Kinderhauses auf der grünen Wiese nachgedacht werden, das jetzige Grundstück könnte nach SPD-Auffassung für ein Seniorenheim reserviert werden. „Dann“, so Andreas Faltermaier, „müssten alte Menschen, die nicht von Angehörigen gepflegt werden können, nicht in andere Orte gehen“. Außerdem solle der soziale Wohnungsbau vorangetrieben werden, um den Mietdruck zu mindern. 

FRIEDBERT HOLZ

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