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Mit Musik und Festreden wurde das Kunstprojekt eingeweiht. Schulleiterin Gisela Leitsch (r.) zeigte sich stolz.

Kunstprojekt an der Grundschule Fraunberg 

Was Kindern wichtig ist

Die Grundschüler aus Reichenkirchen und Maria Thalheim haben formuliert, was ihnen wichtig ist und hängten ihre Sprüche zwischen den Säulen des Vordachs am neuen Gemeindezentrum.

Fraunberg – „Ich liebe die Tiere, weil sie so tolle Sachen können“ oder „Ich liebe mein Fahrrad, weil ich damit coole Tricks und Videos machen kann“ – diese und viele weitere Sprüche sind auf 48 bunten Fahnen in Fraunberg zu lesen. Sie sind bei einem Kunstprojekt an der Grundschule entstanden und hängen nun zwischen den Säulen des Vordachs am neuen Gemeindezentrum. Die Grundschüler aus Reichenkirchen und Maria Thalheim haben formuliert, was ihnen wichtig ist. Dieses Projekt, initiiert vom heimischen Künstler Michael Maier, wurde am Donnerstagvormittag in einem kleinen Festakt vorgestellt. Später sollen die Werke in der Schule einen festen Ort finden.

„Ich bin in alle Klassen gegangen und habe den Schülern drei Fragen gestellt: Was ist mir momentan am wichtigsten? Warum? Was tue ich dafür?“ Mit dieser Zielsetzung hat der 51-jährige Kunstschaffende aus dem Ortsteil Vorderbaumberg die 130 Kinder angeregt, sich darüber Gedanken zu machen und diese kurz zu formulieren. Maier nennt die vielen Wünsche „Momentaufnahmen der Zukunft“.

Unterschiedliches kam dabei heraus. Nach den Fahnen liegen den Mädchen und Buben der FC Bayern, der Wald, Haustiere, Kuscheltiere, Geschwister, Freunde, der örtliche Badeweiher und sogar Hühner besonders am Herzen. „Die Kinder haben dann, ganz spontan und authentisch wie auch ihre Aussagen, einige Fahnen pro Klasse ausgewählt und anhand einer Schriftschablone signiert“, berichtete Maier.

Schließlich wurden alle 48 Fahnen mit dünnen Metallseilen an den Vordach-Säulen des Gemeindezentrums befestigt, wo sie jetzt alle Besucher zum Lesen und Nachdenken animieren. Schulleiterin Gisela Leitsch, die zusammen mit den Kindern das Kunstprojekt einweihte, sagte stolz: „Kinder sind unsere Zukunft, und sie haben sich auch Gedanken dazu gemacht.“ Auf zwei zusätzlichen Metalltafeln haben sich alle 130 Kinder mit ihren Unterschriften verewigt.

Bürgermeister Hans Wiesmaier ging in seiner Laudatio das Herz über. „Wir sind die lebendigste Gemeinde der Welt und sollten unseren Kindern immer wieder einen Ansporn geben. Schließlich können sie aus diesen Wurzeln Kraft für später schöpfen, gemäß einem afrikanischen Sprichwort: Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“   Friedbert Holz

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