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Interessanter Vortrag: Erwin Scheuchl (r.) informierte die Naturfreunde, darunter LBV-Ortsgruppenchef Christian Kainz (2.v r.), über das Leben der Wildbienen.

Landesbund für Vogelschutz Fraunberg 

Biotope, Nistkästen und Wildbienen

Einen Vortrag über das Leben der Wildbienen gab es bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe des Landesbundes für Vogelschutz Fraunberg. 

Fraunberg – Erst zwei Jahre alt und doch schon sehr aktiv: Die Fraunberger Ortsgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) traf sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Stulberger. Neben den Vereins-Regularien gab es ein Referat von Experte Erwin Scheuchl über das Leben der Wildbienen.

„Bisher“, so der Ortsvorsitzende Christian Kainz, „haben wir uns vor allem um die Pflege des Biotops am Badeweiher und um Nisthilfen für heimische Vögel gekümmert. Doch in diesem Jahr wollen wir ein erweitertes Programm angehen“. Dazu gehört das neuangelegte Biotop am alten Baugebiet Sifridusstraße in Fraunberg, aber auch der Nistkasten-Lehrpfad in Maria Thalheim. Zudem will die LBV-Ortsgruppe, die derzeit 21 Mitglieder hat, eine stärkere Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Freising angehen.

Ein Ausflug ins dortige Naturschutzgebiet Trattmoos und zum Kauerlacher Weiher in Mittelfranken stehen ebenso auf dem Jahreskalender, wie am 26. Mai eine Exkursion zum Fraunberger Schloss. Dort hatten Mitglieder schon im Vorjahr mitgeholfen, einen Krötenzaum entlang der Staatsstraße aufzustellen.

Außerdem kündigte Kainz die Gründung einer LBV-Ortsgruppe am Mittwoch, 18. April, in Dorfen an. Claudia Kainz gab danach den Mitgliedern einen kurzen Kassenbericht. Einnahmen von rund 1200 Euro standen Ausgaben von rund 1300 Euro gegenüber. Trotzdem konnte der Verein den Ausgleich schaffen und hat nun einen Kontostand von rund 350 Euro.

Dass Wildbienen für den Ausgleich in der Natur sehr wichtig sein können, erklärte Experte Scheuchl aus Ergolding. Der 61-Jährige, der ursprünglich Grafikdesign studiert hat, erstellt heute Natur-Gutachten, hält Vorträge und schreibt Fachbücher. Er überraschte sein Publikum gleich zu Beginn seines Vortrags mit der Feststellung, „dass Wildbienen bessere Bestäuber sind als die bekannten Honigbienen. Und sie stechen auch nicht, weil sie keinen Honigvorrat verteidigen“.

Am Beispiel der Roten Mauerbiene erklärte Scheuchl anschaulich den Lebenszyklus des kleinen Lebewesens, das recht intelligent seinen Nachwuchs in einer Niströhre versorgt. „Um gut leben zu können, brauchen Wildbienen viel Wärme, einen geeigneten Nistplatz und ein gutes Nahrungsangebot“, sagte er: „Doch der Mensch gefährdet ihre Existenz zunehmend, indem er blütenreiche Wiesen radikal abmäht, die Böden permanent aufdüngt und den Klimawandel forciert.“

Wer im heimischen Garten etwas für den Erhalt von Wildbienen leisten möchte, für den hatte der Experte wertvolle Tipps: „Säen sie heimische Pflanzen an, mähen sie so selten wie möglich, vermeiden sie das Mulchen, und schaffen sie besonnte Plätze. Auch Nisthilfen wie Harthölzer mit Bohrungen oder regengeschützte Lochziegel helfen Wildbienen, sich hier anzusiedeln“. Nur dann, so Scheuchl, gelinge es, einen Teil der 520 Wildbienen-Arten in Bayern zu retten. „Denn Wildbienen-Schutz ist in erster Linie der Schutz unserer Lebensräume.“ fez

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