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Daschinger zeigt, wo die so genannten Hohlstrahlrohre untergebracht sind. Am Heck des Fahrzeugs sind die Bedieneinheiten für den Maschinisten zu sehen, der dort zum Beispiel den Wasserdruck regelt.
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Das Innenleben der rechten Seite des neuen Einsatzfahrzeuges der Fraunberger Feuerwehr präsentieren Kommandant Georg Daschinger (links) und sein Sohn Thomas. Alle Gerätschaften sind in Schubfächern sauber verräumt und stehen im Ernstfall sofort bereit.

Das LF20 kann viel mehr als sein 25 Jahre alter Vorgänger

Der neue Stolz der Fraunberger Feuerwehr

Wenn eine Ortsfeuerwehr nach 25 Jahren ein neues Löschfahrzeug erhält, ist das für Gemeinde und Wehr ein großes Ereignis. Der Gruppenführer-Kreis der Mannschaft hat in eineinhalb Jahren das neue Auto, ein so genanntes LF 20, genau geplant. Denn Fraunbergs Feuerwehr wollte, im Rahmen der Möglichkeiten, ein paar dringende Wünsche gegenüber dem bisherigen Auto erfüllt haben. Schließlich soll das neue, immerhin gut 350 000 Euro teuer, wieder lange Zeit halten.

VON FRIEDBERT HOLZ

Fraunberg – „Besonders wichtig war uns ein wesentlich größerer Wassertank im Auto“, erklärt Kommandant Georg Daschinger (57). „Das bisherige Fahrzeug konnte 600 Liter fassen, unser neues aber gut 2500 Liter. Damit haben wir einen großen Vorteil, wenn wir etwa zu Brandorten fahren müssen, die entweder gar keine oder nur eine weit entfernte Wasserquelle haben – wir sind jetzt unabhängiger.“ Das sei besonders bei so genannten Innenangriffen in Häusern wichtig.

Ganz neu sind auch die beiden am Heck montierten, fahrbaren Haspeln zum Aufrollen der Schläuche. Sie sind sehr schnell lösbar, die Mannschaft des Autos – normalerweise neun Feuerwehrleute – kann damit sowohl den Einsatz zum laufenden Verkehr hin absichern als auch über Schläuche Wasser vom nächsten Hydranten holen.

Von der Rückseite des Fahrzeugs aus bedient derjenige, der Maschinist und Fahrer in einer Person ist, den Wasserdruck und die Durchfluss-Geschwindigkeit. Manchmal ist zum Löschen Schaum statt Wasser gefragt, und auch hier kann das neue Auto mehr bieten: 200 Liter aus einem Tank, bisher gab’s dafür nur drei 20-Liter-Kanister. Je ein Löscher für Elektro- und sonstige Brände ergänzen das Arsenal der Einsatzmittel.

Sehr praktisch für den Einsatz bei Nacht, vor allem bei technischen Hilfeleistungen wie Unfällen, ist ein spezieller Mast. „Der lässt sich aus dem Dach hochfahren und spendet dann aus maximal sechs Metern Höhe Licht“, weiß Thomas Daschinger, 25. Der junge Gruppenführer ist zugleich Maschinist und wurde wie zwölf weitere Kameraden intensiv für das neue Fahrzeug geschult.

Das LF 20 verfügt über drei Steckleitern und eine Schiebeleiter, bis in eine Höhe von 14 Metern ausfahrbar. An beiden Seiten lässt sich das Auto über praktische Schieberollos öffnen und bietet, sauber montiert oder in Schubladen verstaut, jede Menge Hand- und Brechwerkzeug, aber auch Schutzanzüge für unterschiedliche Einsätze, eine Kettensäge oder einen herausnehmbaren Lüfter. Damit lassen sich verqualmte Räume entrauchen. Schließlich befindet sich noch eine Personen-Trage im Fahrzeug, „auf der Verletzte sogar bis in einen Röntgen-Raum transportiert werden können“, so Kommandant Daschinger.

Besonders stolz ist er auf zwei Ausstattungsmerkmale: Pneumatisch, also mit Luftdruck, öffnende Schiebetüren samt ausfahrbarer Trittleisten erleichtern den schnellen Einstieg ins neue Auto, und an einem so genannten Hygiene-Bord können sich die Feuerwehrleute nach dem Einsatz reinigen.

Diese gesamte Ausstattung wurde von der Spezialfirma Lentner in Hohenlinden auf das Fahrgestell eines Scania-Lkw montiert, dessen 320 PS starker Dieselmotor das 16 Tonnen schwere Auto im Vergleich zum bisher eingesetzten LF 8 zügig bewegen kann. „Doch auf den oftmals engen Straßen in der Gemeinde sind schon 60 km/h mit einem voll besetzten Auto fahrerisch herausfordernd“, weiß Daschinger. „Und schließlich geht Sicherheit vor Schnelligkeit, wenn wir zu unseren Einsätzen fahren.“ Dank des neuen Autos ist Fraunbergs Wehr dafür jedenfalls wieder gut gerüstet.

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