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Johann Braun ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

Nachruf Johann Braun

Thalheimer Immergrün-Schützen trauern um ihren Ehrenvorsitzenden

Er war mit Leib und Seele Schütze, und zwar im Verein Immergrün Thalheim: Wann immer es seine Zeit erlaubte, fuhr Johann Braun von seinem Wohnort Taufkirchen hin zu seinen Schießsportfreunden nach Maria Thalheim ins damalige Gasthaus Stulberger, wo sie viele Jahre lang ihren Schießstand hatten. Jetzt ist Johann Braun ganz plötzlich verstorben, im Alter von 83 Jahren.

Maria Thalheim/Taufkirchen – „Er war ein total guter Mensch, ich kann ihn wirklich nur loben“, blickt Adolf Häusler aus Schröding traurig zurück. Nach 25 Jahren, in denen Braun Vereinsvorsitzender gewesen war, übernahm er diesen Posten, hatte nach eigener Aussage „sehr viel von Hans gelernt“. Insgesamt war der vor kurzem Verstorbene sogar 47 Jahre Mitglied des Vorstands gewesen, hatte vor allem viel dafür getan, dass der Verein Immergrün im Gasthaus Stulberger Schießstände bekam. „Zuerst konnten wir dort auf vier Ständen schießen, danach auf acht“, sagt Häusler.

Doch dann, 1985, hatte der Wirt ihnen den Speicher zum Umbau angeboten. „Und so schufen wir dort, in über 1250 freiwilligen Arbeitsstunden, zusammen mit Johann Braun unsere eigene Anlage, auf der wir ganz ungestört unserem Sport nachgehen konnten. Diese Anlage war schließlich auch Basis für eine erfolgreiche Jugendarbeit, und so schaffte ein Mitglied sogar den Deutschen Meistertitel im 100-Meter-Kleinkaliber-Schießen.“

Braun kam aber auch nach Maria Thalheim, wenn es etwas zu feiern gab oder einfach zum Stammtisch, war stets da, wenn der Verein ihn brauchte. Und so war es für seine Familie klar, dass sein Leichenschmaus auch dort stattfinden musste.

Der gebürtige Berghamer ist auf einem Hof groß geworden, zusammen mit vier Brüdern und einer Schwester. Er arbeitete zunächst in einer Münchner Keks-Fabrik. Schon damals, mit 16 Jahren, wurde er Mitglied bei Immergrün Thalheim, heiratete acht Jahre später seine Frau Gerlinde aus Taufkirchen. Und so zog er dort auch hin, bekam die beiden Söhne Johann (56) und Günter (51) und arbeitete als Polsterer bei einer Matratzen-Fabrik. Diesen Beruf übte er bis zu seiner Rente im Jahr 1994 aus und widmete sich von da seiner Familie – und natürlich seinem großen Hobby, dem Schießsport.

„Ab und zu fuhr er auch mit dem Motorrad oder ging in die Berge, besuchte gerne die Schwiegertochter im Zillertal“, erinnert sich seine Frau Gerlinde. Er kümmerte sich liebevoll um seine fünf Enkel, alles Buben, und las täglich ausführlich die Heimatzeitung.

Sein plötzlicher Tod riss Johann Braun aber nicht nur aus seiner Familie, sie nahm dem Verein Immergrün auch seinen Ehrenvorsitzenden. Dass er für sie alle viel geleistet hat und ein liebevoller Mensch war, wird man dort cherlich nicht vergessen. FRIEDBERT HOLZ

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