+
Die Rede von Umweltministerin Ulrike Scharf war der Höhepunkt des Empfangs.  

Neujahrsempfang Fraunberg 

Pilot-Kommune im Hochwasserschutz

Die Überschwemmungen 2013 haben auch Fraunberg hart getroffen. Die Aufnahme in ein Programm des Freistaats ist da eine gute Nachricht.

VON FRIEDBERT HOLZ

Fraunberg – „Die größte Bedrohung der Menschheit ist der Klimawandel“, sagte Ulrike Scharf beim Neujahrsempfang im Gemeindezentrum Fraunberg. Damit zitierte Bayerns Umweltministerin in ihrer Gastrede das Ergebnis einer Umfrage. Umweltschutz sei das Thema, das die Menschen am meisten bewege. In diesem Zusammenhang sei im Landkreis der Hochwasserschutz eine Herausforderung. Hier werde ein neues Programm aufgelegt. „Fraunberg ist dabei eine von 40 so genannten Pilot-Kommunen, die wir unterstützen wollen“, berichtete die Ministerin.

Diese Worte hätte am Sonntagabend sicher auch Bürgermeister Hans Wiesmaier gerne vernommen. Doch er musste mit einer Grippe das Bett hüten. Und so begrüßte sein Stellvertreter Hans Rasthofer die vielen Besucher im Bürgersaal. Rasthofers Aufforderung zum Gedankenaustausch griff auch Ministerin Scharf auf, die 2017 als „ein schwieriges Jahr“ bezeichnete. Sie baue auf eine baldige Abschaffung des Solidaritätsbeitrags, Steuererleichterungen sowie eine Lösung des Migrationsthemas. Auch bedankte sie sich bei allen Ehrenamtlichen. „Wir haben Grund zur Zuversicht, wir stehen so gut da wie nie zuvor“, beschrieb Scharf die Situation im Freistaat. Sie hoffe auf einen guten Ausgang der Landtagswahl.

Als wesentliche Aufgaben für 2018 nannte Vize-Landrat Jakob Schwimmer das Klinikum Erding, die Nordumfahrung sowie den steigenden Aufwand für Bildung. „Wir sind der viertbeste Landkreis in Oberbayern, was Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze angeht. Deshalb verstehe ich die Diskrepanz einiger Menschen nicht, die ganz anders reden, als sie dann handeln“, erklärte er. Was hier in Fraunberg auf die Beine gestellt wurde, sei beachtlich, sagte der frühere Bürgermeister von St. Wolfgang über das neue Gemeindezentrum: „Bei meiner Ankunft vor dem neuen Rathaus bin ich mir fast vorgekommen wie in Washington.“

Die Gemeinde sei auf einem guten Weg, sagte auch Diakon Christian Pastötter. Der Mensch könne nicht immer alles selbst lösen, oftmals bewähre sich die sprichwörtliche bayerische Ruhe. Und so gab er der Festversammlung ein kleines Gebet von Antoine de Saint-Exupéry, dem Autor von „Der kleine Prinz“, mit auf den Weg: „Gib mir nicht das, was ich mir wünsche, sondern das, was ich brauche.“

Den musikalischen Rahmen gestaltete das Gemeindeorchester, das nach der Bayernhymne die vielen Gäste zum geselligen Beisammensein lud. Bei einem kleinen Buffet konnten sich die Bürger austauschen, und Bürgermeister Wiesmaier hätte sicher seine Freude gehabt am regen Ratsch.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fehlbach-Brücke halbseitig gesperrt
Kaum ist die eine Brücke wieder befahrbar, gibt es Engpässe an der anderen.
Fehlbach-Brücke halbseitig gesperrt
Bewährung für schlagkräftige Köchin
Ihre Jobs in der Gastronomie waren ihr Verhängnis. Eine Erdinger Köchin (26) wurde alkoholabhängig – und im Suff aggressiv. Mittlerweile ist sie abstinent. Damit blieben …
Bewährung für schlagkräftige Köchin
Seit 30 Jahren im Familienbetrieb Faltlhauser
Roswitha Steiger-Stein arbeitet seit 1988 im Familienbetrieb Faltlhauser.
Seit 30 Jahren im Familienbetrieb Faltlhauser
An roter Ampel aufgefahren
In Erding ereignete sich ein Auffahrunfall, nachdem ein Mann kurz nicht aufpasste.
An roter Ampel aufgefahren

Kommentare