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Wird in Zukunft beim Maibaum-Umlegen in einem besseren Licht stehen: Die Reichenkirchener Kirche und der Dorfplatz. Archivfoto aus dem Jahr 2014.

„Wohnzimmer-Charakter“ in der Dunkelheit

Grünes Licht für Beleuchtungskonzept am Reichenkirchener Dorfplatz

Der Dorfplatz und die Kirche sollen künftig anders – besser – beleuchtet werden. Zu einer finalen Entscheidung kam es im Gemeinderat zwar nicht, aber die steht kurz bevor.

Reichenkirchen – Auch wenn es Nacht wird über dem bald neu gestalteten Reichenkirchener Dorfplatz zwischen Kirche und Schule, soll dieses aufwändig renovierte Areal in vollem Glanz erstrahlen. Dafür ist eine spezielle Beleuchtungsanlage notwendig, die sowohl den Platz als auch das Gotteshaus samt Turm in attraktives Licht taucht. Zwar fasste der Fraunberger Gemeinderat am Dienstag noch keinen finalen Beschluss. Schließlich braucht es vor der Auftragsvergabe noch eine Feinabstimmung und das Einverständnis des Denkmalschutzamts. Doch er folgte nach eingehender Beratung dem Vorschlag der Teilnehmer-Gemeinschaft am Ort, sowohl den Platz als auch alle Treppen, Gänge und die Kirche ausreichend zu illuminieren.

Dazu stellte Beleuchtungsexperte Stephan Hampel von den Überlandwerken Erding ein besonderes Lichtkonzept vor. Denn an nur einem einzigen, rund sechs Meter hohen Masten in einer Ecke der Friedhofsmauer könnten alle wichtigen Bereiche mit insgesamt 42 LED-Strahlern erreicht werden. Die Straße, die den Dorfplatz quert, sowie die Friedhofsmauer sollen separat beleuchtet werden.

Nur 100 Watt für Kirche und Dorfplatz

„Durch spezielle Linsen in den relativ kleinen, aber sehr effektiven Strahlern, den so genannten Tubes, lässt sich eine unglaubliche Lichtausbeute erzielen“, so Hampel, „und vor allem sparen wir gegenüber früheren Zeiten, als wir noch riesige Scheinwerfer benötigten, sehr viel Strom“. Nur rund 100 Watt sind nach seiner Einschätzung notwendig, um Dorfplatz und Kirche ins richtige Licht zu setzen.

Unter den Räten wurden einige Bedenken hinsichtlich der Optik eines nur einzigen, dafür aber relativ hohen Mastes laut, auch Umweltverschmutzung durch zu viel Licht wurde diskutiert.

Letztlich aber fand das Konzept die Zustimmung im Gremium. Und so wird vielleicht bald das Ziel von Bürgermeister Hans Wiesmaier wahr, der sich dort auch in der Dunkelheit „eine Art Wohnzimmer-Charakter“ vorstellt.

Friedbert Holz

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