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Sorgen für gute Stimmung: Petra und Kurt Unterreitmeier brachten das Publikum mit Alltagsgeschichten und Dorftratsch zum Lachen.

Nördlicher Landkreis

Rundes Jubiläum mit Sport, Spiel, Spaß

Fraunberg - Ein ganzes Dorf in Feierlaune. Vier Tage lang hat der FC Fraunberg das Jubiläum anlässlich seines 60-jährigen Bestehens zelebriert, mit Sport, Spiel und ganz viel Spaß.

Es war genau 19.56 Uhr, als Vorsitzender Manfred Angermaier und sein Team am Samstag die Bühne des Festzelts betraten. Eine sinnbildliche Zahl – schließlich wurde der FC Fraunberg am 18. Februar 1956 gegründet. Angermaier begrüßte neben dem Schirmherrn, Bürgermeister Hans Wiesmaier, besonders Josef Obermeier, den er nachträglich zum Ehrenmitglied ernannte. Acht Vereinsmitgliedern war diese Auszeichnung bereits beim Festauftakt am Donnerstag zuteil geworden.

Moderator Mane Eberl unterhielt ebenso wie Petra und Kurt Unterreitmeier aus Kleinthalheim das Publikum mit selbst geschriebenen Einlagen. Eberl beschrieb die vergangenen 60 Jahre als „ein Vereinsleben mit Höhen und Tiefen und starkem Zusammenhalt“. Großen Applaus ernteten sechs Kinder, die unter dem Namen „Die Sechs Fraunberger Gscheidhaferl“ aus dem alltäglichen Dorfgeschehen erzählten.

Tischtennisspieler Peter Angermaier sorgte als verkleideter Fußball genauso für Lacher wie Sketchpartner Josef Angermaier, der als orange-farbener Tischtennisball die Bühne betrat. Seit 2006 ist die Tischtennisabteilung fester Bestandteil des FC Fraunberg. Nach dem Umbau des Vereinsheims von 2003 bis 2005 war die Abteilungsgründung dank der neuen Halle möglich geworden. Neben Fußball und Tischtennis umfasst der Verein die Sparten AH-Fußball und Gymnastik.

Der FC hat sich von einem reinen Fußballverein zu einem Club mit vielfältigen Sportangeboten entwickelt. Ehrenvorsitzender Heinrich Haider war 46 Jahre lang als Vorsitzender und zuvor fünf Jahre als Schriftführer tätig. Er erinnert sich noch genau an die Anfangszeiten. Damals diente die Wiese beim Müllerwirt als Bolzplatz. Duschen und Umkleiden gab es nicht. „Es war freilich kein englischer Rasen“, scherzte Haider.

1975 folgten der Umzug in die Schloßstraße und der Bau des Vereinsheims. Mit dem Umzug und dem Zuwachs diverser Sportarten steigerte sich die Zahl der Mitglieder von einst 80 auf aktuell 370. Für die Zukunft sei die Integration einer weiteren Disziplin geplant: Stockschießen soll eine eigene Abteilung werden. Laut Haider gebe es bereits die ersten Interessenten.

Höhepunkt des Abends war dann der Auftritt des Kabarettisten Martin Wichary alias „Da Wiggerl“. Es war die heuer schon zweite Vorstellung des selbsternannten „Mofa-Rockers“ aus Berglern in Fraunberg.

Das 60-jährige Jubiläum war am Donnerstag mit dem Tag der Vereine und Nachbarschaft gestartet. Am Freitag folgte der Seniorennachmittag des Landkreises Erding. Abends stellten zwölf Freizeitmannschaften beim Gaudi-Turnier ihr Können unter Beweis. Schließlich setzten sich die Burschen der SpVgg Grachalbuam gegen die Konkurrenz durch und durften einen Drei-Liter-Humpen als Siegertrophäe entgegennehmen. Die zweite Fußballmannschaft des FCF hatte ebenfalls Grund zur Freude: Sie feierte ihren Aufstieg in die B-Klasse in der eigens angefertigten Aufsteiger-Box.

Am späten Freitagabend brachte die Party-Coverband Firewall das Zelt zum Beben. „Es herrschte eine super Stimmung, obwohl noch mehr Leute Platz gehabt hätten“, stellte der Vorsitzende fest. Am Samstag folgte der Spiel & Spaß-Familiennachmittag, der aufgrund des Wetters buchstäblich ins Wasser fiel. Obwohl auf geplante Attraktionen wie Schubkarrenrennen und Hüpfburg verzichtet werden musste, kam zumindest das Kettcar-Fahren im Zelt gut an. Das Fest endete am Sonntag mit einem Gottesdienst (siehe Bericht links) und der Live-Übertragung des EM-Spiels Deutschland gegen die Ukraine.

Julia Pfeil

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