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Groß war das Interesse von 31 Hobbygärtnern aus dem Landkreis am Kurs „Obstbäume schneiden“. Kursleiter Lorenz Voithenleitner aus Thenn zeigte mit der Astschere, wie ein Fachgerechter Sommerschnitt ausschaut.

Baumschneidekurs

Auf den Schnitt kommt’s an

Fraunberg – Ein korrekter Sommerschnitt an Obstbäumen lohnt sich. Das wurde bei einem Gartler-Kurs in Fraunberg deutlich.

Groß war das Interesse am Sommerschneidekurs für Obstbäume, zu dem der Fraunberger Gartenbauverein gemeinsam mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege eingeladen hatte. Als Experte war Gartenpfleger Lorenz Voithenleitner aus Thenn dabei, der selbst auf 18 000 Quadratmetern seinen Wartenberger Naturgarten mit 40 Bienenvölkern, 110 Apfel- und 36 Birnenbäumen und noch viel mehr ganz ohne Chemie bearbeitet. Er zeigte 31 Hobbygärtnern aus dem ganzen Landkreis anhand der Apfel- und Birnenbäumen am FC-Sportgelände, warum sich ein korrekt durchgeführter Sommerschnitt lohnt.

Der ideale Zeitraum sei vom 15. Juli bis Mitte August, so Voithenleitner, wenn das Triebwachstum abgeschlossen sei und der Apfelbaum neue Blütenknospen für das Folgejahr anlege. Durch den Schnitt werde das Wachstum gebremst, der Baum könne mehr Energie in die Produktion neuer Triebe und Früchte einbringen. Außerdem heilten auch die Schnittwunden im Sommer besser ohne Schmiermittel, und eine Leiter habe mehr Platz, sagte der Gartenfachmann, der 3000 Bäume im Jahr schneidet.

„Der Mond spielt dabei keine Rolle, sonst würde ich die Arbeit nicht schaffen. Ein Baum muss einfach gut ausschauen“, sagte Voithenleitner. Zuerst riss er Fechser-Triebe vom Baumstamm ab. „Nicht, dass der Wuidling das Kommando übernimmt“, erklärte er. Und weiter: „Alles, was nach innen wächst, krank ist oder andere Triebe beschädigt, gehört von Haus aus weg.“

Anschließend entfernte er mit seiner Astschere die einjährigen, senkrecht nach oben wachsenden Wasserschosser. Die Kunst dabei ist, nicht zu viel zu schneiden. „Die Wassertriebe sind ja das Fruchtholz von morgen.“ Bei schwach wachsenden Sorten belässt man die dünnen Zweige in der Krone und nimmt nur die kräftigsten Triebe heraus. Der größte Fehler sei, gute Äste abzuschneiden.

Bei dem zweistündigen Praxisunterricht stellten die Teilnehmer Voithenleitner viele Fragen rund um den Garten. Dabei ging es unter anderem um das richtige Schneiden eines Weintraubenstocks, die Befruchtung alter tragloser Obstbäume, Kalkstickstoff gegen die Wühlmausplage, Leimringe für Ameisen, die Beseitigung von Nacktschnecken oder die Vogelwelt im Garten.

Thomas Obermeier

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