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Jahrzehntelange Treue zum S chützensport wurde beim Jubiläumsabend der Immergrün-Schützen ausgezeichnet (Bild l., v. l.): Anton Braun, Silvia Stulberger, Günter Korber (je 25 Jahre), Erich Korber (40 Jahre), Robert Moosrainer (25 Jahre), Franz Hackl (50 Jahre), Bürgermeister Hans Wiesmaier, Maria Moosrainer (25 Jahre), Gauschützenmeister Klaus Waldherr und Claudia Schöttl (25 Jahre). Schützenmeisterin Heidi Lachner gratulierte.

Schützenverein Immergrün Maria Thalheim 

Seit 120 Jahren in der Gemeinde verankert

Große sportliche Erfolge und gesellschaftlich beispielhaft: Mit einem Chapeau würdigte Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier die 120-jährige Vereinsleistung der Immergrünschützen aus Maria Thalheim bei deren Jubiläumsfeier am Samstagabend.

Maria Thalheim– Ein rundes Jubiläum feierten die Immergrün-Schützen Thalheim am Samstagabend: Seit 120 Jahren gibt es den Verein. Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Vereinsmitglieder mit Diakon Christian Pastötter in der Wallfahrtskirche ging es zur Feier ins benachbarte Gasthaus Stulberger zu einem gemütlichen Abend. Dazu konnte Schützenmeisterin Heidi Lachner in der vollen Gaststube viele der 126 Vereinsmitglieder und einige Ehrengäste begrüßen.

Nach dem gemeinsamen Festessen ließ die Schützenmeisterin die Immergrün-Vereinsgeschichte in Stichpunkten Revue passieren. Erstmals erwähnt wurde das Vereinsbestehen demnach auf einem Porzellankrug, gestiftet von Pfarrer Kißlinger aus dem Jahre 1897. Schriftlich fand der Verein erst 1934 mit Vorsitzendem Andreas Beis aus Kleinstürzlham, 30 Mitgliedern und einem sieben Meter langen Schießstand in der Gaststube von Herbergsvater GermeierErwähnung. Von 1939 bis 1949 kam das Vereinsleben zum Erliegen – ein Schicksal, das in dieser Zeit an der Tagesordnung war.

1949 wurde der Verein unter Vorsitz von Georg Braun wieder ins Leben gerufen. Peregrin Stulberger sen. kaufte damals das erste Luftgewehr. Erster großer Höhepunkt war die Fahnenweihe im Jahr 1957 mit Vorsitzendem Johann Kressierer. 1964 und 1965 wurden Zehn-Meter-Schießstände im Gasthaus eingebaut. 1966 übernahm der heutige Ehrenvorsitzende Hans Braun das Schützenmeisteramt. Zwei Jahre später gab es erstmals Gaurundenwettkämpfe, und weitere vier Jahre darauf wurde das 75-jährige Gründungsfest mit Sektionsschießen gefeiert.

Ein Höhepunktjagt den nächsten

„1979 waren wir Patenverein in Fraunberg“, berichtete Lachner. 1985 wurden beim Herbergsvater Berge, der alle Materialkosten übernahm, im Dachgeschoss acht Schießstände eingebaut. 1991 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, und ein Jahr später stand ein historischer Wechsel an der Vereinsspitze an: Adolf Häusler jun. beerbte Schützenmeister Braun, der 25 Jahre souverän den Verein geführt hatte. „1994 und 2000 wurde das Gau-Preisschießen bei uns in Thalheim ausgetragen. Im Juni 1997 feierten wir groß das 100-jährige Vereinsjubiläum mit einem Gründungsfest“, blickte Lachner zurück.

2003 wurde im Keller des neuen Pfarrheims der Schießstand mit zehn elektronischen Ständen gebaut. 2014 erfolgte der Aufstieg der ersten LG-Mannschaft in die Oberbayernliga. „Und 2016 wurde ich, die bisherige Sportleiterin, zur neuen Schützenmeisterin als Nachfolgerin von unserem Ade Häusler gewählt, der 24 Jahre lang erfolgreich unseren Verein geführt hatte“, sagte Lachner (siehe Kasten).

Gemeinsam mit Gauschützenmeister Klaus Waldherr, der die besten Glückwünsche des Schützengaus Erding überbrachte, ehrte sie langjährige Vereinsmitglieder mit Urkunde und Nadel. Für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft beimBayerischen Sportschützenbund (BSSB) wurden Anton Braun, Günter Korber, Maria und Robert Moosrainer, Claudia Schöttl und Silvia Stulberger geehrt. Richtige Urgesteine sind mittlerweile schon Erich Korber mit 40 Jahren und Franz Hackl mit 50 Jahren Vereinstreue.

Viel zu Schmunzeln gab es am Ende des Jubiläumsabends bei der Vorführung eines Films vom 100-jährigen Gründungsfest aus dem Jahr 1997. Da wurde die eine oder andere alte Geschichte wieder neu aufgerollt.

Thomas Obermeier

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