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Gratulation vom Gemeinderat: Bürgermeister Hans Wiesmaier überreichte Fri edhelm Eugel zum Dank ein Präsent.

Gemeinde Fraunberg – Ehrung von Friedhelm Eugel

Seit 35 Jahren die rechte Hand des Fraunberger Bürgermeisters

Sein Gesicht ist fest mit der Gemeinde Fraunberg verbunden. Seit 35 Jahren ist Friedhelm Eugel dort Verwaltungschef. Dafür wurde er jetzt im Gemeinderat geehrt.

von Friedbert Holz

Fraunberg – Es ist heutzutage selten, dass Menschen 40 Jahre im gleichen Beruf und 35 Jahre an derselben Stelle arbeiten. Friedhelm Eugel ist einer von ihnen: Er leitet die Verwaltung der Gemeinde Fraunberg. In Personalunion ist er Ansprechpartner für die Bürger und die rechte Hand von Bürgermeister Hans Wiesmaier. Nun wurde er im Gemeinderat für seine Verdienste geehrt.

„1977 begann ich die Ausbildung zum Verwaltungsbeamten im Landratsamt Erding“, erinnert sich Eugel. Schon nach zwei Jahren wurde er Sachbearbeiter und stellvertretender Leiter im Ausländeramt. Täglich kümmerte er sich um Einbürgerungen, um Namens- und Aufenthaltsrecht, hatte Aufsicht über die Standesämter sowie über Pass- und Meldebehörden im Landkreis.

Was ihm fehlte, war jedoch eine Perspektive. „Eines Tages“, blickt Eugel heute schmunzelnd zurück, „kam der damalige Landrat Hans Zehetmair zu mir und sagte: Ich kann dir nichts bieten, du musst dir was suchen“. Bald ergab der Zufall, dass Fraunbergs damaliger Bürgermeister Lambert Bart ihn fragte, ob er denn nicht die Stelle als Verwaltungsleiter in seiner Gemeinde übernehmen wolle. „Bevor ich die Entscheidung traf, ging ich erst in den Gemeinderat und stellte mich vor. Denn ich wollte schon, dass keiner dagegen war.“

Eugel wurde sofort akzeptiert, er wusste aber immer noch nicht, was auf ihn zukommen würde. „An meinem ersten Arbeitstag, dem 1. April 1983, bekam ich einen Schreibtisch, Papier und Stifte. Den Rest musste ich mir selbst erarbeiten.“ Der Sprung ins kalte Wasser war nicht leicht. Und so erinnert sich Eugel etwa daran, wie er schon etwas Angst hatte, als er beim Bau der eigenständigen Wasserversorgung 1984 in Maria Thalheim mit den übergeordneten Behörden zu tun bekam: „Sich als kleiner Beamter mit einem Wasserwirtschaftsamt anzulegen, braucht schon Mut.“

Viele weitere Gemeinde-Projekte folgten: Eugel hat in seiner Amtszeit bisher rund 800 Sitzungen des Gemeinderats, der Ausschüsse und Bürgerversammlungen vorbereitet sowie 35 Wahlen und Volksentscheide organisiert. Viele Flächennutzungs- und Baugebiets-Pläne gingen durch seine Hände, er war beim Bau einiger Gemeindeprojekte maßgeblich dabei.

Schnorcheln im Roten Meer

Besonders stolz aber ist der 58-Jährige auf das neue Gemeindezentrum. „Es ist nicht nur ein attraktiver Bau. Hier lebt die Gemeinde tatsächlich. Fast täglich gibt es Treffen von Vereinen und Bürgern.“

Bei so viel Arbeit bleibt ihm oft nicht viel Freizeit. Eugel, der mit Frau Angelika in Altenerding wohnt, nennt als Hobby seine Familie: „Ich freue mich, wenn ich mit meiner Tochter Steffi, Sohn Dominik und Enkel Bastian zusammensein kann. Außerdem fahre ich gerne mit meiner Frau auf dem E-Bike. In meinem Beruf sitze ich ja sehr viel.“ Seine Freunde, die über ganz Deutschland verstreut sind, trifft er am liebsten in Ägypten. „Dort in der Sonne kann ich mich gut erholen. Ich schnorchle gern im Roten Meer bei Hurghada. Danach kehre ich entspannt in meinen Job zurück, bin wieder fit für oftmals lange Arbeitswochen“.

In seiner Laudatio hob Wiesmaier hervor, „dass Eugel immer Menschlichkeit und Bürgernähe ausstrahlt. Wenn er etwas Unangenehmes mitzuteilen hat, fallen nie wirklich böse Worte. Und trotzdem bleibt er in der Sache hart“. Alles an seiner Arbeit wirke stets selbstverständlich. Es sei „ein gutes Gefühl, wenn sich der Verwaltungsleiter so engagiert“. Zum Dank gab’s einen Geschenkkorb, viel Beifall vom Gemeinderat und ein Gruppenfoto.

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