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Stolz auf den Staatspreis: Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (M.) mit der Fraunberger Delegation rund um Bürgermeister Hans Wiesmaier (r. daneben) und dessen Vize Hans Rasthofer (l. daneben).

Staatspreis für Gemeinde Fraunberg

Preisgekrönte Pioniere

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München/Fraunberg –Die Gemeinde Fraunberg ist mit dem Staatspreis für Land- und Dorfentwicklung ausgezeichnet worden. Ein Lohn für die jahrelange Arbeit vieler engagierter Bürger.

Es ist die sechste Auszeichnung in zehn Jahren, Routine kommt bei Hans Wiesmaier dennoch nicht auf. „Der Bayerische Staatspreis ist schon ein Höhepunkt“, sagt der Fraunberger Bürgermeister über die Verleihung am Donnerstag. 30 Fraunberger waren zu dem Festakt in der Allerheiligenkirche mitgekommen. Beim anschließenden Staatsempfang im Prunksaal der Residenz stießen sie auf die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung an – und wohl auch auf ihren Bürgermeister. Denn Wiesmaier hatte die Ehre, bei der Verleihung in der Allerheiligenkirche das Schlusswort zu sprechen.

„Aus 2400 Projekten sind heuer zehn ausgezeichnet worden“, berichtet der Gemeindechef voller Stolz. Und Fraunberg erhalte auch noch einen der nur drei Staatspreise. In der Dokumentation über die prämierten Projekte stellt das Landwirtschaftsministerium die Kommune aus dem Landkreis Erding als „Pioniergemeinde der Gemeindeentwicklung“ vor.

Genau um diesen bereits 2002 angestoßenen Prozess geht es bei der Auszeichnung. Fraunberg hat in allen fünf Ortsteilen die Entwicklung lebendiger Dorfkerne forciert und die Ansiedlung von Gewerbe in leer stehenden Hofstellen unterstützt. Das alles unter ständiger und über die Jahre auch aufwendiger Bürgerbeteiligung.

Zentral für die inhaltlichen Debatten sei die „Teilnehmergemeinschaft Gemeindeentwicklung“, erläutert Wiesmaier. Begleitet und gefördert vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern entstünden in diesem Rahmen Konzepte, an denen sich auch der Gemeinderat orientiere. „Deswegen sind bei uns viele Entscheidungen auch sehr schnell und effizient und nicht kontrovers“, meint der Bürgermeister. Aufgrund dessen falle manchem vielleicht nicht auf, wie viel passiert.

Das zentrale Ziel aller Bemühungen ist dabei die Erhaltung der Kulturlandschaft - von Wald und Flur über Weiler bis hin zu den größeren Orten. So sei es gelungen, fünf echte Dorfkerne zu schaffen. Dabei habe nicht der Hauptort Fraunberg oben auf der Liste gestanden. Im Gegenteil: Andere Orte wie Maria Thalheim haben bereits ihren „Kommunikationsraum in der Mitte“ (Wiesmaier). „Die meisten Projekte haben darauf gefußt, das wir innerorts Leerstände aufgekauft haben“, erzählt er. Für fünf Dorfplätze in zehn Jahren sei Grund von mehreren Hofstellen erworben worden, auch beim nun fast fertigen Gemeindezentrum in Fraunberg. „Wenn wir das nicht gemacht hätten, wären viele Ortsmitten heute 08/15, und es würden dort nur Wohnhäuser stehen“, sagt Wiesmaier.

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