Tempo 30 gilt demnächst auch an der Reichenkirchener Ortsdurchfahrt.
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Tempo 30 gilt demnächst auch an der Reichenkirchener Ortsdurchfahrt.

Gemeinde will Verkehrslage an der Ortsdurchfahrt entschärfen

Tempo 30 am Reichenkirchener Straßenknick

Buchstäblich auf den Straßen lagen die Themen der Fraunberger Gemeinderatssitzung am Dienstag: von einer Neubezeichnung über geänderte Geschwindigkeitsbegrenzungen bis hin zur Beleuchtung. Vor allem die Staatsstraße 2082, die Ortsdurchfahrt Reichenkirchen, sorgte für Gesprächsstoff.

VON FRIEDBERT HOLZ

Fraunberg – Mitten in Reichenkirchen macht die Straße einen rechtwinkligen Knick, in unmittelbarer Nähe dazu befinden sich die Einfahrt vom Dorfplatz, die Schule sowie die Einmündung zur Kreisstraße ED 20 von und nach Grucking. Vor kurzem hatten sich nun Vertreter von Schulleitung und Elternbeirat, der Polizei und der Gemeindeverwaltung bei einer Verkehrsschau ein Bild von dieser Situation gemacht.

Dabei stellten sie fest, dass ein- und abbiegende Autofahrer am Knick der Straße für gefährliche Situationen sorgen können. Linksabbieger nach Grucking, von Fraunberg kommend, müssen wegen Gegenverkehr oft mitten in der Kurve halten und sorgen so für plötzlichen Rückstau. Ausfahrende vom Dorfplatz auf die Staatsstraße unterschätzen manchmal den Verkehrsstrom, zudem überqueren Schulkinder und andere Fußgänger die Straße auf Höhe des Pfarrhofs.

Deshalb hat die Gemeinde nun vom Pfarrhof bis zur Gaststätte, also für den gesamten Bereich der Staatsstraße um den Straßenknick herum, Tempo 30 beantragt –mit guten Chancen. Friedhelm Eugel, Geschäftsführer der Verwaltung: „Das Landratsamt Erding hat dazu seine Genehmigung in Aussicht gestellt.“

Tage zuvor hatten zudem Polizisten festgestellt, dass einige Verkehrsteilnehmer, die von der ED 20 aus Richtung Grucking auf die Staatsstraße einbiegen, sowohl den Haltestrich als auch das Stoppschild dort sehr liberal auslegen. Daher soll nun, quasi zur optischen Erinnerung an die Gefahrenstelle, noch ein Stoppschild auf die Straße gemalt werden.

Der Antrag eines Anwohners aus Harham, der vor seinem Grundstück statt des geltenden Tempos 60 eine Reduzierung auf 30 km/h beantragt hatte, wurde jedoch abgelehnt. Hier sieht der Gemeinderat beim allgemeinen Anliegerverkehr nicht die Gefahr durch Schnellfahrer.

Aus Gründen der Sicherheit wird an der Bushaltestelle Erdinger Straße in Tittenkofen eine Beleuchtung für rund 11 000 Euro installiert. Eine Straßenbeleuchtung an der Bergstraße dort wurde aber zurückgestellt.

Der Rat hat nun auch einen Namen für die Verbindung zwischen Dorfplatz und Holzstraße in Reichenkirchen gefunden: Dieses Teilstück trägt jetzt die Bezeichnung St. Michael-Weg.

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