Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier
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Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier

Versorgungskonzept vorgestellt – Fraunberger Gemeinderat wäre dafür – Gebühren würden aber steigen

Maria Thalheim, das Holzland und die Wasser-Fusion

  • VonMayls Majurani
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Maria Thalheim und die Holzlandgemeinden könnten bald einen neuen Wasserzweckverband (WZV) gründen. In der Fraunberger Gemeinderatssitzung stellte Diplom-Ingenieur Klaus Mitter, Geschäftsführer des Büros shp GmbH, ein entsprechendes Wasserversorgungskonzept vor.

Maria Thalheim/Holzland – Aktuell besteht zwischen Maria Thalheim und Inning bereits ein Notverbund, wie Bürgermeister Hans Wiesmaier (CSU) erklärte. Das Thalheimer Wasserwerk in Oberbierbach habe eine Brunnenleistung von zwölf Litern pro Sekunde und fördere täglich 400 Kubikmeter Wasser. Auf dieselbe Menge komme Inning. Der Wasserzweckverband Holzland könne dagegen 14,5 Liter pro Sekunde und 1100 Kubikmeter Wasser pro Tag fördern, wobei der WZV Holzland schon nah an seiner Kapazitätsgrenze arbeite.

Ein Zusammenschluss habe verschiedene Vorteile, erklärte Mitter, vor allem in Sachen Versorgungssicherheit. Das Wasser der drei Bereiche sei recht ähnlich, was die Härte und die Mineralien angehe, und könne problemlos gemischt werden. Vor allem in Krisen- und Katastrophensituationen sei bei einem Zusammenschluss die Versorgungssicherheit gegeben.

Dazu ergänzte Wiesmaier: „Wir haben, glaube ich, alle gelernt, dass wir öfter an Katastrophensituationen denken und vorbereitet sein müssen.“ Mit einer gemeinsamen Betriebsführung würden außerdem neue Synergien entstehen. Das habe man bereits im WZV Berglerner Gruppe festgestellt, zu dem Wartenberg dazugekommen sei.

Außerdem könne ein größeres Team neue Herausforderungen besser lösen (Wiesmaier: „Es werden neue Herausforderungen auf uns zukommen, von denen wir bisher nie gehört haben.“). „Ein gemeinsamer WZV würde die Wasserversorgung für die Zukunft stärken, und das Ganze würde weiterhin in kommunaler Hand bleiben.“

Außerdem meinte der Bürgermeister, dass Investitionen mittelfristig günstiger würden, weil sie dann von mehreren Gemeinden übernommen werden. Allerdings lässt sich ein WZV nicht ohne Weiteres gründen, da die Verbindungsleitungen zwischen den Gemeinden teilweise ausgetauscht werden müssten. Hier passe der Wasserdruck nicht zueinander. Es gebe allerdings Fördergelder von Bund und Land, erklärte Wiesmaier.

Ein Punkt, mit dem sich wohl die Bürger schwertun werden, ist der Wasserpreis. „Die anderen Gemeinden liegen bei etwa 1,20 Euro pro 1000 Liter“, sagte Wiesmaier. „Wir konnten den Preis von einem Euro halten, weil wir zwei Jahre lang Inning mitversorgt haben.“ Den Bürgern müsse aber klargemacht werden, dass Wasser etwas koste. Es gebe Orte, an denen die Menschen drei Euro für 1000 Liter zahlen würden.

Geschäftsführer Mitter und sein Ingenieurbüro sollen nun die Planungen für einen gemeinsamen WZV vertiefen, da herrschte im Gremium Konsens. Bürgermeister Wiesmaier kündigte zudem an, Informationsveranstaltungen für die Bürger zu organisieren, um die Betroffenen über das Thema aufzuklären.

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