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Viele Zuckerrübenanbauer begrüßte Georg Huber zur Versammlung.

Verbandsversammlung 

Zufrieden im Zuckerrüben-Mekka

Grucking – „Wir stehen wie ein Mann hinter der Rübe.“ Diese Losung gab Helmut Friedl, Verbandsvorsitzender der bayerischen Zuckerrübenanbauer, in der Winterversammlung im Gasthaus Rauch aus. Südbayern bleibe das Mekka dieser Rübe , die nach wie gute Erträge bringe.

Das Anbaujahr 2016 sei durch überdurchschnittlich hohe Niederschläge bis zum Sommer und späterer Hitze gekennzeichnet gewesen. Dadurch sei vielerorts die Rübenfäule Rhizoctonia entstanden. So wurde bei hohem Rübernertrag nur ein durchschnittlicher Zuckerertrag erzielt. Auf den 34 700 Hektar Anbaufläche in Südbayern habe der Durchschnitt bei 87 Tonnen Rüben pro Hektar gelegen, erläuterte Friedl.

Bodenschonung sei zwar gut gegen Schädlinge, „aber wir sind immer noch vielen Gefahren ausgesetzt“. Daher plädierte der Verbandschef weiterhin für gezielten Pflanzenschutz, „auch wenn das nicht allen gefällt“.

Die weltweite Zuckererzeugung sei generell etwas zurückgegangen und könne den Bedarf nicht ganz abdecken. Nach dem Wegfall der EU-Zuckerquote ab Oktober 2017 solle die europäische Zuckererzeugung erhöht werden. Das könne zu „interessanten Preisen bei Zucker“ führen, spekulierte der Experte. Derzeit liege der Weltmarktpreis bei 510 Euro pro Tonne Zucker. Für eine Tonne Quotenrüben seien rund 38 Euro zu erzielen.

Zwar hätten einige Landwirte in den Kreisen des Verbands – zu denen in der Region die Landkreise Erding, Ebersberg, Freising, Mühldorf und Altötting zählen – wegen einer für sie unsicheren Preislage aufgehört. „Doch wir in Bayern“, ermutigte Friedl die anwesenden Landwirte, „haben unser Soll erfüllt. Jetzt liegt es an den Zuckerfabriken, die Ernte zu verarbeiten“.

Heuer wollen die Zuckerrübenbauer ihre Vertragsmengen im Durchschnitt um 35 Prozent erhöhen. Damit wären die Zuckerfabriken mehr als 120 Tage ausgelastet: ein süßer Traum für Südzucker bei einem erwarteten operativen Konzernergebnis von über 300 Millionen Euro, wie Firmenvertreter Georg Vierling erklärte.

fez

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