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Die Flotte ist einsatzbereit: Die Bayernbus GmbH startet mit 30 neuen MVV-Linienbussen in die neue Fahrplansaison. Foto:

zusammenschluss bayernbus gmbh

Eine neue Größe in der Busbranche

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Tittenkofen-Scharf Omnibus hat sich mit zwei weiteren Unternehmen zusammengeschlossen und eine zusätzliche Firma gegründet: die Bayernbus GmbH. Sie startet mit 30 neuen Bussen in die Fahrplansaison.

Sogar die Buslinie 562 Taufkirchen – Erding ist eine europäische Angelegenheit. Wenn sich Unternehmen um den Betrieb solcher Nahverkehrsverbindungen bewerben, dann treten sie gegen große Mitspieler an. Die Ausschreibungen müssen mittlerweile europaweit erfolgen. Aus diesem Grund haben sich drei Mittelständler aus der Region zur Bayernbus GmbH zusammengeschlossen. Die Firma startet mit 30 neuen Linienbussen in die neue Fahrplansaison. Die Gesellschafterunternehmen sind Scharf Reisen aus Tittenkofen, Hadersdorfer Reisen aus Moosburg und Boos Bus aus Allershausen. Der Sitz von Bayernbus ist in Tittenkofen.

Die Lose für die Ausschreibung haben bis zu zwölf Busse je Linie beinhaltet. Jedoch wurden zeitgleich in den Landkreisen Erding und Freising Aufträge für über 80 Busse neu vergeben, berichtet Geschäftsführer Andreas Scharf. „Wenn wir uns als Mittelständische um solche Verkehre bewerben würden, dann hätten wir von der Bankseite her keine Chance“, erklärt er auf Nachfrage.

Früher habe man als Busunternehmer gute Aussichten gehabt, dass bestehende Verträge weitergeführt werden können, erzählt Scharf. Doch seit dem Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung müsse grundsätzlich öffentlich ausgeschrieben werden. Ohne einen Zusammenschluss wie Bayernbus könne man da kaum bestehen.

„In unserer Branche ist es schwierig“, erläutert Scharf. Die Verträge würden acht bis zehn Jahre laufen. Das Angebot sei ein kalkulatorischer Wert. Reparaturen oder gar Unfälle könnten die Rechnung Jahr für Jahr durcheinanderwirbeln, erzählt der Unternehmer in dritter Generation.

Gemeinsam könnten die drei Firmen nun Kompetenzen in Wartung oder Reparatur bündeln – dringend notwendig, wenn ein elektronischer Tester für die Werkstatt mehrere zehntausend Euro kostet. Das Partnerunternehmen Hadersdorfer habe zum Beispiel eine eigene Lackiererei, Scharf Reisen nicht, erzählt Andreas Scharf, der das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Martin führt. Auch der Fahrscheinverkauf in den Bussen sei ein solches Beispiel. „Alleine dafür brauchen wir einen Informatiker, der uns das alles programmiert“, sagt Andreas Scharf.

Die Bayernbus GmbH sei bereits 1999 gegründet worden, berichtet er. Bisher wurde die Linie 515 zwischen Hallbergmoos und Erding unter diesem Namen bedient. Nun kommen 30 Bayernbus-Fahrzeuge in den Kreisen Erding und Freising dazu. So sei auch eine Handvoll neuer Arbeitsplätze geschaffen worden, erklärt der Unternehmer.

Einer der großen Konkurrenten, die Bahn-Tochter RVO, habe in der jüngsten Ausschreibung „einiges verloren“. Ein kleinerer Mitbewerber habe die Segel gestrichen.

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