Die neuen Werke zeigten (v. l.): Diakon Christian Pastötter, Pfarrgemeinderätin Kathrin Wiesmaier, Kirchenpfleger Alois Bauer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Wiesmaier.
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Die neuen Werke zeigten (v. l.): Diakon Christian Pastötter, Pfarrgemeinderätin Kathrin Wiesmaier, Kirchenpfleger Alois Bauer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Wiesmaier.

Sterbebilder und eine überarbeitete Neuauflage

Zwei neue Chroniken über die Pfarrei Rappoltskirchen

„Wer seine Wurzeln nicht kennt, hat keinen Halt. Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wer er ist“, sagte Diakon Christian Pastötter im Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephanus. Die Pfarrei Rappoltskirchen hat die Zeit des Corona-Lockdowns dazu genutzt, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Herausgekommen sind zwei Chroniken, die im Gottesdienst offiziell vorgestellt wurden.

Rappoltskirchen - Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Bürgermeister Hans Wiesmaier sagte: „Uns war es wichtig zu zeigen: Aus einer kleinen Pfarrei ist jeder eine Persönlichkeit.“ Den ersten Teil bildet ein neu zusammengestellter Auszug aus der Pfarrchronik der 1970er Jahre, als Pfarrer Josef Hainz in Rappoltskirchen wirkte. Nun gibt es diese längst ausverkaufte Chronik – unter anderem mit Wiesmaier als jungem Sternsinger – in der überarbeiteten Neuauflage frisch gedruckt.

Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf die Sterbebilder-Chronik. „Sterbebilder erhalten die Erinnerung an unsere Verstorbenen lebendig. Sie waren es, die unsere Dörfer, unsere Häuser und unsere Pfarrei aufgebaut und geprägt haben“, sagte Kathrin Wiesmaier. Die Idee dazu gab es schon länger, nun hat sie das Pfarrgemeinderatsmitglied in aufwändiger, eineinhalbjähriger Arbeit umgesetzt.

Die Sterbebilder und Kärtchen wurden aus Familienarchiven zusammengestellt, eingescannt, sortiert und schließlich bei der Firma Gerstner in Wartenberg gedruckt. So ist ein über 50-seitiges Werk entstanden. Die Chronik enthält 245 Sterbebilder und Kärtchen aus dem zurückliegenden Jahrhundert. Das älteste Bild stammt sogar aus dem Jahr 1889, das jüngste von 2020, berichtete Wiesmaier.  

Die Chroniken können zum Preis von 15 Euro (Sterbebilderchronik) beziehungsweise 25 Euro (Pfarrchronik) wie folgt erworben werden: nach den Ostergottesdiensten (Palmsonntag bis Ostermontag) an der Kirche; dort liegt zusätzlich eine Bestellliste auf.

Thomas Obermeier

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