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Freche Sketche und ein Blick in die Zukunft

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St. Wolfgang - Vergebens hatte vermutlich manch St. Wolfganger gehofft, dass das eine oder andere Malheur aus dem letzten Jahr vergessen worden sein könnte. Beim Bunten Abend im randvollen Schex-Saal blieb aber kein Auge trocken, denn jedes Missgeschick wurde in tollen Sketchen zur Freude des Publikums humoristisch aufbereitet.

„So a bläda Dog“ intonierte das Duo Bernhard Thalmeier und Martin Steinweber scheinbar unmotiviert zur Eröffnung. Damit lagen sie natürlich gewollt daneben. Bei der „Festausgabe“ des Bunten Abends zum 75-jährigen bestehen des TSV St. Wolfgang amüsierten sich nämlich an beiden Tagen rund 600 begeisterte Gäste glänzend. Einen Wermutstropfen gab’s dennoch gleich zu Beginn: Gerne hätte Vizebürgermeister Anton Schneider zu Gunsten des erkrankten ersten Bürgermeisters Jakob Schwimmer verzichtet, die Inthronisation des Prinzenpaares zu übernehmen. Von der Schex-Bühne wünschten alle Akteure dem politischen Goldachregenten schnelle Genesung.

So blieben auch Schwimmers traditionelle Spitzen gegen den „Erzrivalen“ Dorfen aus. Schneider motivierte für die narrische Zeit: „loss ma’s kracha“. Trotz Krisengerede sollten die St. Wolfganger kräftig feiern. Den Rathausschlüssel überreichte er an die Regenten, Maria III. und Franz IV. (Lentfellner). Auch die Tollitäten versprachen sich mit ihrem „Volk“ bis Aschermittwoch nach Kräften zu amüsieren. Umrahmt wurde der Regierungswechsel vom schönen Tanz des Kinderprinzenpaares Regina I: (Neuhäuser) und Erik I. (Börötz) und der feschen St. Wolfganger Garde der „Heros und Noblesse“.

Durch das kurzweilige Programm führte heuer erstmals „Olli Kahn“ alias Jakob Gabler, der nach 25 Jahren die Institution Albert Föstl ablöste. Ein Schaudern durchzog das Publikum dann bei der Frankenstein-Show „Der verrückte Professor“ (Anton und Thomas Schwimmer, Georg Rott, Hans Kranmaier). Für einen Amtswechsel in fünf Jahren wollte das Grusel-Team einen Nachfolger für Jakob Schwimmer kreieren. Trotz bester Zutaten wie Silolack (innerlich pechschwarz) und Baseballschläger (Durchsetzungsvermögen) scheiterten alle Versuche: der Neue stammelte „I love Dorfen“.

Mit der Neuauflage des „EAV“-Sketches wurde schon mal auf den Originalauftritt der EAV-Band (17. Juni) beim Dorffest hingewiesen. Beliebte und gefürchtete Tradition ist das „TV Goldachtal“ mit Karl-Heinz Fitz und Rudi „Ruuul“ Loidl. Ob verkehrtes Reifenwechseln oder lustiges Schiffefahren beim Vereinsausflug, die beiden TV-Sprecher deckten schonungslos jedes Missgeschick in der Gemeinde auf. Mit dem „Nostradamus TV“ parodierten Thalmeier und Hermann Seiler die beiden dann mit Blick auf das Jahr 2033. Dann ist „Minga“ Bundeshauptstadt, St. Wolfgang die zweitgrößte Stadt im Landkreis und Dorfen davon ein Ortsteil „Dorfgang“. Das Dorffest ist größer als das Oktoberfest, das dann an der Goldach mit 26 Zelten stattfindet. Am Ende gab’s noch mal viel Beifall für die Akteure. Sie hatten im Festjahr des TSV für einen gelungenen humoristischen Faschingshöhepunkt gesorgt.

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