Norbert Döring legte beeindruckende Zahlen zur Tafel vor. Foto: prä

Freude bei der NBH: Über 23.000 Kilo Waren für die Tafel gespendet

Dorfen - Bei der Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe Dorfen wurde wieder sehr deutlich: Die Ehrenamtlichen in der Stadt leisten einen großartigen Dienst an Mitbürgern in Not - vor allem bei der Tafel.

„Not hat viele Gesichter, wie Armut, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Krankheit oder ein plötzlicher Notfall“, beschreibt die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe (NBH) Dorfen e.V., Hilde Mittermaier, in der Mitgliederversammlung.

Der Sozialverein kümmert sich in verschiedenen Bereichen um hilfsbedürftige Menschen. „Es gibt auch in Dorfen Menschen die Hilfe benötigen“, weiß Mittermaier aus ihrer langjährigen Tätigkeit, und das wussten auch die über 30 anwesenden Mitglieder. Die NBH Dorfen als wichtiger Teil im sozialen Netzwerk der Stadt hat drei Säulen. Die eigentliche nachbarschaftliche Hilfe, den Helferkreis Demenz und die Organisation der Dorfener Tafel. Die Vorsitzende dankte herzlich den „vielen helfenden Händen“ im Verein, die sich für andere Menschen ehrenamtlich und ohne Entgelt einsetzen.

Viele Menschen würden im Wandel unserer Gesellschaft abgehängt, was immer mehr Einrichtungen wie die NBH erfordere, betonte die Vorsitzende. Menschen, die Hilfe benötigten, aber keine Unterstützung hätten und sozial eingestellte Bürger jeden Alters, die bereit seien, sich zu engagieren bringe die NBH zusammen. „Gemeinsam mit anderen Not lindern, wenn es erforderlich und möglich ist“, sei eine Motivation der vielen ehrenamtlichen Helfer, erklärte Mittermaier. Selbstverständlich gelte für alle Helfer „absolute Verschwiegenheit“ sowie den Menschen respekt- und würdevoll zu begegnen.

Die NBH sei von 60 Mitgliedern (2010) auf 103 (Ende 2014) angewachsen, informierte Mittermaier. 25 aktive Helfer hatten 659 Einsätze erledigt und dabei 1282,5 Stunden geleistet mit Diensten wie, Familienhilfe (147 Stunden), Seniorenbetreuung (664), Krankenhausbesuche (89), Putzen (78), Fahrdienste (147,5) oder Kinderbetreuung (112,75). Dabei waren die Helfer insgesamt 2903 Kilometer unterwegs. Auch eine Bilanz des Helferkreises Demenz gab Mittermaier bekannt. Die 13 aktiven Helfer hatten insgesamt 495 Einsätze mit 1401 Stunden und 2847 gefahrenen Kilometern.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit“, konnte der Zweite Vorsitzende Norbert Döring zur Organisation der Tafel berichten. Anderswo hätten die Tafeln sehr viel mehr Helfer als in Dorfen. „Aber bei uns kommen immer alle“, so dass die Einrichtung in der Haager Straße 22 mit den derzeit 30 aktiven Helfern auskomme und die insgesamt 49 regulären Lebensmittelausgaben (immer donnerstags von 9.30 bis 11.45 Uhr), samt zwei Sonderausgabetermine an Ostern und Weihnachten, bewältigt wurden. Durchschnittlich seien elf Personen wöchentlich im Einsatz. 2453 Stunden insgesamt seien die Helfer ehrenamtlich beschäftigt gewesen mit Waren abholen, prüfen, ausgeben, Einsatzplanung und putzen der Tafelräume.

Die Tafel habe 105 Haushalte mit 242 Personen versorgt, davon seien 38 Prozent Kinder, berichtete Döring. Im Schnitt kämen 93 Kunden zu den Ausgaben. Bei den Fahrten zu den 20 Tafel-Spendern seien 23 648 Kilometer mit dem Tafel-Auto gefahren worden. Die Geschäfte, Vereine und Privatleute hätten 23 648 Kilogramm gespendete Waren zur Verfügung gestellt. Döring betonte auch, die Tafel sei „kein Vollsortimenter“. Man gebe aus was gespendet werde „und wenn was aus ist, ist es aus“.

Hermann Weingartner

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