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Ehrung für langjährigen Einsatz : (v. l.) 2. Kommandant Johann Nehaider, Kommandant Martin Meindl (25 Jahre), Vereinsvorsitzender Josef Hubloher, Franz Waxenberger (40 Jahre), KBM Rudi Hohenadl und Bürgermeister Heinz Grundner. 

FF Grüntegernbach

Freude über „Anerkennung der Feuerwehr“

Von Hermann Weingartner

Grüntegernbach – „Es war schon was los über’s Jahr.“ So hat Grüntegernbachs Feuerwehrkommandant Martin Meindl in der Generalversammlung das Jahr 2016 skizziert. Besonders intensiv waren die Hochwassereinsätze im Juli. Um die Einsätze bewältigen zu können, sei die Ortsfeuerwehr mit 56 Aktiven „gut aufgestellt“, erklärte der Kommandant. Tagsüber habe man 16 Leute stellen können, was besonders bei den Atemschutzträgern zum Erreichen der Tagesalarmsicherheit „gut funktioniert hat“.

Insgesamt ist die Wehr zu elf Einsätzen ausgerückt. Dabei waren insgesamt 127 Feuerwehrdienstleistende im Notfalleinsatz und haben ehrenamtlich 211 Stunden Dienst geleistet. Der Ernstfall wurde bei elf Übungen und zehn Funkübungen geprobt. Insgesamt beteiligten sich 239 Aktive und waren dabei in ihrer Freizeit 381 Stunden im Einsatz. Weiter wurden eine ganze Reihe von lokalen und überregionalen Aus- und Fortbildungen absolviert. Zwei Fehlalarme, ein Brand und acht technische Hilfeleistungen waren zu bewältigen, blickte Meindl zurück.

Besonders das Hochwasser im Juli hat die Wehr beschäftigt. Ein lokales Unwetter im Großraum Dorfen mit heftigem Starkregen hatte im Bereich Schwindkirchen Höhenberger Straße sogar eine Sturzflut ausgelöst und schwere Schäden verursachte. Auch der Goldach-Pegel war schnell gestiegen und drohte Weidmühle zu fluten. Das sei durch den massiven Einsatz von Sandsäcken verhindern worden. Auch die Grüntegernbacher Wehr hatte dort bei einem längeren Einsatz mitgeholfen noch Schlimmeres zu verhindern. Hinterher habe es „gute Spenden von Betroffenen“ gegeben. Das zeige auch mal „die Anerkennung der Feuerwehr“ bei den Bürgern, informierte Meindl.

Die Jugend ist gut vertreten in der Ortswehr. Neuaufnahmen konnte der Kommandant heuer aber noch keine vornehmen. Es gebe ein paar junge Interessenten, die aber in den Dienst „bei Übungen erst mal reinschnuppern wollen“. Meindl bedankte sich bei seinen Leuten für die gute Übungs-, Ausbildung- und Einsatzbereitschaft und appellierte: „Macht’s bitte weiter so.“ Die Ortswehr war aber auch im Dorfleben präsent, berichtete der Kommandant weiter. Dazu gehörten das beliebte Fischgrillen am Gerätehaus, das Weinfest sowie der jährliche Ausflug. Der Kindergarten besuche gerne die Wehr und erstmals hatte man sich auch an der Aktion Ferienspaß beteiligt.

Das ehrenamtliche Engagement und die „sehr vielen Lehrgänge“ lobte der Dorfener Kreisbrandmeister (KBM) Rudi Hohenadl. Die Aktiven seien „sehr gut ausgebildet und geschult“. Besonders auch die Teilnahme in Dorfen im Brandübungscontainer als „Nonplusultra“ bei der realistischen Übung von Brandeinsätzen lobte der KBM. Die Grüntegernbacher Feuerwehr „liefert gute Arbeit ab. Macht’s weiter so“. Das sah auch Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner so. Die Ortsfeuerwehr sei aber nicht nur für den Brand- und Katastrophenschutz zuständig, sondern auch gesellschaftlich ein aktiver und wichtiger Teil des Dorflebens.

Kommandant Meindl und der Feuerwehrvereinsvorsitzende Josef Hubloher ehrten schließlich einige Aktive für ihren langjährigen Dienst in der Wehr. Es gab neben einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ ein Feuerwehrkrügerl für Heinz Oberreitmeier, Franz Waxenberger für 40 Jahre und Manfred Greimel für 25 Jahren aktiven Einsatz. Der Stadtchef übernahm die Ehrung von Kommandant Meindl für 25 Jahre aktiven Dienst.

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