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Christian Aigner ist Friedhofsreferent des Taufkirchen Gemeinderats.

Referenten-Bericht

Friedhof bekommt anonyme Gräber

Im Taufkirchener Friedhof wird es schon bald anonyme Gräber geben. Das hat Friedhofsreferent Christian Aigner (FW) angekündigt.

Von Birgit Lang

Taufkirchen – Auf Anregung des Landratsamtes und des Columbus Achters würden anonyme Gräber auf dem Taufkirchener Friedhof gestaltet, sagte Aigner in seinem Rechenschaftsbericht im Gemeinderat. Auch teilanonyme Gräber werde es künftig geben. Das bedeute, dass Menschen ohne eigenen Grabstein beerdigt werden könnten. Normalerweise finde sowas als Urnenbestattung statt.

Statt eines Architekten habe Gemeindemitarbeiter Valentin Waxenberger die Planungen übernommen. Teilweise sei sie auch schon umgesetzt worden. Hinter den Gebäuden wurde ein Bereich im Frühjahr gerodet. „Hier entstand ein Platz, in der Mitte mit einer Hainbuche und um sie herum kommen Röhren mit Glasdeckel, wo jeweils zwei Urnen reinpassen.“ Das sei der halbanonyme Bereich. Für die anonymen Gräber wurde eine relativ einfache Granit-Stele in Auftrag gegeben. Sie müsse dieses Frühjahr aufgestellt werden. Eingefasst sei das Ganze durch Granitzweizeiler. Die Kosten für das Ganze belieben sich auf 21 800 Euro, davon 13 000 Euro für die Erdarbeiten, 4960 für die Stele und für die Röhren 3840 Euro. „Im Endeffekt sind das neue Bestattungsformen, die immer mehr nachgefragt werden“, sagte der Friedhofsreferent.

2016 sei auch eine Diskussion wegen der Gräberpflege aufgekommen. Denn Taufkirchen habe eine relativ strenge und darüber hinaus auch noch unterschiedliche Satzung für den alten und neuen Teil des Friedhofs. Dieses Jahr sei es das Ziel, eine einheitliche Satzung für den gesamten Friedhof zu schaffen. Auch die Urnengräber sollen heuer noch komplettiert werden. Die Sockel dafür seien schon vorgesehen gewesen, führte Aigner weiter aus. Denn Urnenbestattungen nähmen zu. Einerseits wolle man dem Anspruch eines „grünen Friedhofs“ gerecht werden, aber auch die Gestaltung der einzelnen Gräber nicht zu sehr reglementieren, betonte Aigner.

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